Achille polonara: kampf gegen den krebs und die rückkehr zum basketball

Achille polonara: kampf gegen den krebs und die rückkehr zum basketball

Achille Polonara, der italienische Basketballspieler, hat in einem bewegenden Interview mit der Corriere della Sera über seinen Kampf gegen den Krebs und seine aktuelle Situation gesprochen. Der 33-Jährige, der zuletzt für Olimpia Milano spielte, hatte mit einem Hodentumtumor und später mit akuter myeloischer Leukämie zu kämpfen. Seine Geschichte ist eine von Angst, Hoffnung und dem unbedingten Wunsch, wieder am Leben teilzunehmen – und am Basketball zu genießen.

Die diagnose und der schock

Polonara erhielt im Oktober eine E-Mail von der italienischen Antidoping-Agentur, die erhöhte HCG-Werte signalisierte. Er recherchierte im Internet und stieß auf den Fall von Francesco Acerbi, der ebenfalls an einem Hodentumor erkrankt war. “Die Welt brach für mich zusammen,” so Polonara. “Das Wort ‘Krebs’ macht Angst. Man assoziiert es sofort mit ‘Tod’.” Zunächst dachte er, seine Basketballkarriere sei beendet.

Die behandlung und der kampf ums überleben

Die behandlung und der kampf ums überleben

Nach der Diagnose begann eine schwere Behandlungsphase, die Chemotherapie, eine Knochenmarktransplantation und experimentelle Therapien in Valencia umfasste. Er erlebte ein fünftägiges Koma und eine Thrombose. “Ich lag im Koma und wachte auf. Das ist alles, was ich wirklich sagen kann. Für viele scheint es, als hätte ich etwas Heroisches geleistet, aber ich bin einfach nur aufgewacht.”

Das koma und die rückkehr ins bewusstsein

Das koma und die rückkehr ins bewusstsein

Die Zeit im Koma war die schlimmste Phase, die Überlebenschancen waren gering. Ein entscheidender Moment war, als während des Versuchs, einen Magensonde zu entfernen, Polonara heftig hustete und das Bewusstsein verlor. Das Hören des Liedes “This Sunday” von Olly Murs, das er während seines Krankenhausaufenthalts oft hörte, löste starke Emotionen aus und trug möglicherweise zu seinem Erwachen bei. “Es war, als wäre ich fünf Tage lang in einem Flugzeug eingeschlossen gewesen und hätte die ganze Zeit geschlafen.”

Die leukämie und der tiefpunkt

Die leukämie und der tiefpunkt

Die Diagnose akuter myeloischer Leukämie war ein weiterer Schock. Polonara beschreibt einen Moment der Verzweiflung, in dem er kurz dachte, aus dem Krankenhausfenster zu springen. Seine Frau Erika redete ihm jedoch gut zu und überzeugte ihn, für seine Familie weiterzukämpfen. “Ich fühlte mich wie eingekesselt, von zehn starken Männern festgehalten.”

Die zukunft und die freude am basketball

Die zukunft und die freude am basketball

Polonara sieht den Basketball aktuell nicht mehr als Beruf, sondern als Spaß. Er möchte wieder Freude an dem Spiel finden. Eine Operation steht noch bevor, danach wird man sehen, wie es weitergeht. “Am Montag wird ein Loch in meinem Herzen mit einem sogenannten ‘Schirmchen’ verschlossen. Nach allem, was ich durchgemacht habe, ist das ein Kinderspiel.” Sein realistisches Ziel ist es, keine Rezidive zu erleben. Seine Frau Erika und seine Kinder, Vittoria und Achille Junior, sind seine größten Stützen.

Glauben und perspektivenwandel

Die Krankheit hat Polonaras Glauben verändert. Früher war er sehr gläubig, jetzt nicht mehr. “Ich habe früher jeden Abend gebetet. Jetzt schaffe ich es ehrlich gesagt nicht mehr. Trotzdem sagen mir Freunde, ich sei ein Wunder erlebt haben, vielleicht habe mir jemand von oben geholfen. Aber ist es nicht derselbe jemand, der mich krank gemacht hat?”