Abplanalp tritt zurück: epp übernimmt speed-team

Überraschung im Schweizer Ski-Alpin: Stefan abplanalp, bisheriger Leistungsträger im Speed-Bereich, übergibt sein Amt an Silvan Epp. Die Entscheidung, die für die Saison 2026/27 gilt, wirft einen neuen Blick auf die Zukunft des Schweizer Frauenteams, das zuletzt eine Saison voller Höhen und Tiefen erlebte.

Epps rückkehr: ein vertrautes gesicht an der seitenlinie

Epps rückkehr: ein vertrautes gesicht an der seitenlinie

Für Silvan Epp ist dies keine völlig neue Aufgabe. Der 44-Jährige war bereits von 2016 bis 2018 als Trainer in der Weltcup-Gruppe der Speed-Fahrerinnen tätig. Nach einer Station im Männerbereich, wo er von 2020 bis 2024 die Athleten zwischen Welt- und Europacup betreute, kehrt er nun an einen Ort zurück, den er bestens kennt. Seine Laufbahn umfasste zudem das Nationale Leistungszentrum Mitte, das Regionale Leistungszentrum Haslital und die Zusammenarbeit mit dem Privatteam seiner Frau Andrea Ellenberger.

Die Entscheidung für Epp fällt angesichts der vergangenen Saison ins Gewicht. Das Team um Corinne Suter und Jasmine Flury, beide Abfahrtsweltmeisterinnen, musste mit Comebacks und verletzungsbedingten Ausfällen kämpfen. „Das gesamte Betreuerteam um Stefan abplanalp hat eine äusserst anspruchsvolle Situation gut gemeistert“, so Hans Flatscher, Direktor Ski Alpin, in einer Erklärung. „Gleichwohl sind wir bei der umfassenden Saisonanalyse gemeinsam zu dem Schluss gekommen, im Hinblick auf die kommenden Jahre und den laufenden Generationenwechsel eine Anpassung vorzunehmen.“

Die Leistung von Corinne Suter nach ihrer Zwangspause, mit vier Podestplätzen, sowie der erste Weltcup-Sieg von Malorie Blanc in Crans-Montana sind Beweise für die harte Arbeit des Teams, doch die Analyse offenbarte den Bedarf nach frischen Impulsen. Stefan abplanalp, der im Frühling 2025 als Nachfolger von Roland Platzer zurückgekehrt war, wird weiterhin im Gespräch mit Swiss-Ski über eine neue Rolle verhandeln. „Wir sind bestrebt, das Know-how von Stefan abplanalp für unseren Verband zu erhalten“, betonte Flatscher.

abplanalp selbst zeigte sich dankbar für die Zusammenarbeit mit Athletinnen und Staff: „Ich werde mir nun die nötige Zeit nehmen, um die Gespräche mit Swiss-Ski über eine neue Rolle zu vertiefen und die Optionen sorgfältig auszuloten.“ Die Übergabe des Ruders an Silvan Epp markiert einen Wendepunkt für das Schweizer Speed-Team und signalisiert den Willen, sich den Herausforderungen der Zukunft mit einem neuen Ansatz zu stellen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese strategische Neuausrichtung auf die Leistung der Athletinnen auswirken wird.