Aarau verpasst sprung nach oben: remis in wil gefährdet aufstiegschancen

Schockstart in Wil, verpasste Chance in Aarau: Der FCA stolperte am Samstagabend im Auswärtsspiel gegen den FC Wil mit einem 2:2-Unentschieden. Vier Punkte Rückstand auf Vaduz – der direkte Aufstieg in die Super League rückt in weite Ferne.

Frühschlag der gäste: ndjoli bringt wil in führung

Kaum hatte der Ball das Spielfeld verlassen, sorgte Idrissa Ndjoli für die frühe Führung der Gastgeber. Nach gerade einmal 20 Sekunden ließ der Stürmer die Aarauer Verteidigung alt aussehen und versetzte die mitgereisten Fans in Ekstase. Ein Weckruf für Aarau? Zumindest schien es so, denn das Team von Coach Schirin zeigte anfangs wenig von dem Feuer, das man von einem Aufstiegsanwärter erwartet.

Elias Filet gelang es in der 20. Minute, den Ausgleichstreffer zu markieren, doch die Freude hielt nicht lange an. Ndjoli war es erneut, der kurz vor der Pause mit einem weiteren Treffer die Partie zugunsten von Wil drehte. Aarau musste mit einem Rückstand in die Kabine.

Obexers anschlusstreffer reicht nicht zum sieg

Obexers anschlusstreffer reicht nicht zum sieg

Nach dem Seitenwechsel zeigte Aarau eine verbesserte Leistung. Linus Obexer gelang prompt der Ausgleich, sodass es 1:1 stand. Doch trotz einer kämpferischen zweiten Halbzeit und mehrerer Angriffe auf das gegnerische Tor gelang es dem FCA nicht, den entscheidenden Siegtreffer zu erzielen. Die Wiler Defensive stand dem Druck standhaft entgegen.

Die Situation ist ernst: Mit nur noch wenigen Spielen vor Saisonende und einem Rückstand von vier Punkten auf den FC Vaduz, der seine Spiele souverän bestreitet, hängt Aarau am seidenen Faden. Selbst ein Sieg am vorletzten Spieltag würde nicht reichen, wenn Vaduz weiterhin punktet. Die Aarauer sind nun auf einen Ausrutscher der Liechtensteiner angewiesen – andernfalls ist der Traum vom Aufstieg in die Super League wohl geplatzt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Vaduz trifft in den verbleibenden Partien noch auf Stade-Lausanne-Ouchy, Étoile Carouge und eben den FC Wil. Aarau muss sich darauf einstellen, dass der direkte Aufstieg nur noch durch ein Wunder möglich ist. Die Fans dürfen hoffen, dass ihre Mannschaft die nötige Durchschlagskraft zeigt, um zumindest die Playoff-Ränge zu erreichen. Aber eines ist klar: Die aktuelle Leistung ist nicht auf Aufstiegskurs.