Aarau patzt: schiedsrichter-fehler katapultiert carouge zum sieg
Der FC Aarau hat im Aufstiegsrennen einen bitteren Rückschlag erlitten. Gegen Étoile Carouge setzte es eine überraschende 1:3-Heimniederlage, die durch eine höchst fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichters Alessandro Dudic maßgeblich beeinflusst wurde. Die Aufstiegshoffnungen der Aargauer sind damit erheblich geschrumpft.
Ein pfiff, der eine partie entscheidet
Die Partie verlief bis zur 70. Minute in einem bis dahin ausgeglichenen Verlaufe. Doch dann kam die Szene, die für viel Gesprächsstoff sorgen wird: David Acquah, Aarauer Verteidiger, brachte Itaitinga, der alleine auf das Tor zustürmte, zu Fall. Dudic zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, was die Aarauer Spieler und Verantwortlichen in helle Aufregung versetzte. Ein klarer Fehlentscheid, wie nahezu jeder Beobachter bestätigte. Da die Challenge League keinen Video Assistant Referee (VAR) vorhält, blieb Aarau machtlos.
Marco Thaler, der Aarau-Captain, kochte nach dem Spiel förmlich: „Das war ein erfundener Elfmeter und eine katastrophale Schiedsrichterleistung. Es gibt dazu keine zwei Meinungen, sondern nur die, dass es kein Elfmeter war!“ Auch Trainer Brunello Iacopetta konnte seine Fassung kaum bewahren: „Ich verstehe diesen Pfiff überhaupt nicht. Der Schiedsrichter entscheidet das Match in einer Phase, in der wir auf das 2:1 drängen.“

Selbstkritik gefragt: mehr als nur der pfiff
Trotz des umstrittenen Elfmeters dürfen sich die Aarauer nicht nur auf die Leistung des Unparteiischen versteifen. 75 Minuten lang präsentierte sich der Aufstiegsaspirant deutlich zu blass. Die Offensive wirkte harmlos, und im Mittelfeld fehlte die nötige Kontrolle. Die Niederlage ist somit eine Kombination aus Schiedsrichter-Fehlentscheidung und eigener Unleistung.
Die kurze Anlaufzeit für eine Revanche ist eine zusätzliche Belastung für das Team. Bereits am Samstag geht es gegen die AC Bellinzona auswärts. Die Aargauer müssen sich schnell von dieser Enttäuschung erholen und ihre Leistung deutlich steigern, wenn sie im Aufstiegsrennen noch eine Chance haben wollen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft die mentale Stärke besitzt, um diese schwierige Situation zu meistern und den Blick nach vorne zu richten.
