87 Medaillen: spaniens olympia-stars feiern 20 jahre sanitas mit gänsehaut-momenten
Teresa Perales rollt an diesem Mittwoch in den Saal, und das Gebäude des Spanischen Olympischen Komitees zittert fast. 28 Paralympics-Medaillen, 95 internationale Podeste, eine Karriere, die seit 1985 kein einziges Mal ‚Stop‘ sagt. „Ich will, dass die Trainer auf die Bühne kommen“, fordert sie. „Denn niemand schafft das allein.“
Carbonell bis craviotto: die zahlen lügen nie
Ona Carbonell schwebt herein, ihr Lächeln so klar wie das Wasser, in dem sie sieben Weltmeisterschaften gewann. Ricardo Ten, der Arzt, der neben 17 Paralympics-Titeln noch 200 Herzoperationen mitprotokolliert. Carolina Marín, Knieband gerissen 2019, wieder gerissen 2024 – trotzdem sagt sie: „Die Goldmedaille von Paris war mein Plan. Das Gold im Herzen der Leute war das Geschenk.“
87 Olympia- und Paralympics-Medaillen summieren sich an diesem Abend, plus das Bronze der Moderatorin Eli Pinedo. 88, wenn man pingelig zählt. Saúl Craviotto, mit fünf Ringen der erfolgreichste spanische Sommersportler, drückt es in einen Satz: „Wir rudern alle in dieselbe Richtung – und machen Menschen glücklich.“

Sanitas-chef jaureguizar packt die rechnung aus
20 Jahre Sponsoring, 20 Jahre Ärzte, Physiotherapeuten, Mentaltrainer. Carlos Jaureguizar, CEO von Sanitas und Bupa Europa-Latam, nennt keine Werbequote, sondern eine Zahl, die niemand erwartet: 14 000 Kinder mit und ohne Behinderung haben 2023 gemeinsam in 340 Schulprojekten Sportunterricht erhalten. „Inklusion ist kein Bonus, sie ist der beste Gewinn“, sagt er und klingt dabei nicht wie ein Manager, sondern wie ein ehemaliger Mittelstürmer, der weiß, wann der Ball im Netz zappelt.
Alejandro Blanco, Präsident des COE, formuliert das Credo der Nacht: „Sport lehrt uns Fallen und Aufstehen. Aber er lehrt auch, dass niemand im Leeren landet.“ Alberto Durán, Kopf des Paralympischen Komitees, ergänzt: „Die Klinik Spanien in Tokio, finanziert von Sanitas, hatte 42 Behandlungszimmer. Kein Athlet musste auch nur einen Tag pausieren.“
Es ist kurz nach 22 Uhr, als Teresa Perales das Mikro wieder ergreift. „Ich träume nicht von mehr Medaillen“, sagt sie. „Ich träume davon, dass eines Tages niemand mehr fragt: ‚Was kostet das?‘, sondern nur: ‚Wann fangen wir an?‘“
Die Gäste verlassen die Sala mit dem Gefühl, dass 87 Podeste nur der Anfang sein könnten.
