65-Millionen-deal vor dem wm-kick: browns bayern-wechsel kurz vor perfekt
Die Bundesliga bekommt ihren ersten Sommerknaller. Nathaniel Brown zieht für bis zu 65 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu Bayern München – und die WM darf er trotzdem spielen.
Warum der wechsel jetzt geplatzt ist
Markus Krösche und Max Eberl haben telefoniert, bis die Akkus glühten. Als am späten Dienstagabend der Durchbruch kam, atmeten beide durch. Noch fehlt nur die Unterschrift unter den Bonus-Details, die Frankfurter wollen nicht zu viel vom Kuchen vom Tisch hängen lassen. Die Taktik? Fester Betrag hoch, variable Prämie niedrig – sonst droht das Pokern bis zum Deadline Day.
Brown selbst wartet in Frankfurt auf das Go. Er trainierte gestern noch normal, sagte aber Kollegen: „Ich hoffe, dass es vor Sonntag klar ist.“ Der Sonntag ist wichtig. Dann trifft die DFB-Elf in Mönchengladbach auf Curaçao, und der 22-Jährige will den Kopf frei haben.

Das sagt der spieler selbst
Am Dienstag sprach Brown mit Julian Nagelsmann. Der Bundestrainer wollte wissen, ob „irgendetwas an der Nummer dran ist“. Die Antwort des Rechtsverteidigers: „Ich bin hellwach, Chef.“ Dann lachten beide – ein Moment, der die Lissonanz zeigt, in der sich der Nationalspieler bewegt: WM-Kader und Rekordtransfer innerhalb von 48 Stunden.
Die Eintracht will nicht noch einmal eine Woltemade-Saga erleben. Vor einem Jahr zogen sich die Verhandlungen zwischen Bayern und Stuttgart bis ins Spätsommerloch, bis der Stürmer letztlich blieb. Diesmal soll alles sauber vor dem ersten WM-Pfiff passieren.
65 Millionen – so viel hat Frankfurt noch nie für einen Spieler kassiert. Die Fans im Waldstadion werden ihn ausbuhen, wenn er zurückkommt. Aber das weiß Brown. Er hat sich schon vor Wochen von den Ultras verabschiedet, mit einem Handschlag und einem Satz: „Manchmal muss man den nächsten Schritt wagen.“ Jetzt wagt er ihn – und Bayern bekommt den dynamischsten Außenverteidiger, den die Liga seit Lahm hervorgebracht hat.
