3:3 In freiburg: leverkusen verspielt die champions-league-spur und bekommt arsenal-blitz

Die Werkself taumelt aus dem Breisgau. Statt drei Punkten zum Anschlag an die Königsklasse kassiert Bayer Leverkusen beim 3:3 in Freiburg einen Schlag ins Kontor – und muss nun binnen sieben Tagen zweimal gegen Arsenal ran, dazwischen gastiert der FC Bayern. Die Stimmung schwankt zwischen Frust und Realismus.

Terrier trifft, ginter kontert – und die abwehr schläft

Christian Kofane hatte den Auftritt schon gebucht. Sein Tor in der 37. Minute sah aus wie der Startschuss zum Sieg, doch die Leverkusener Defensive schenkte Yuito Suzuki und Matthias Ginter zwei weitere Geschenke ein. Die Zahlen sind hart: seit fünf Auswärtsspielen wartet Bayer auf einen Dreier, und die Lücke zum Champions-League-Rang vier wächst auf fünf Punkte.

Robert Andrich sprach nach Abpfiff von „einem Stück weit Enttäuschung“, doch die Worte klangen wie eine Untertreibung. Der Kapitän wusste: Mit diesem Rückstand muss die Mannschaft bald Löwenklauen zeigen, um die Saison nicht vorzeitig zu verspielen. Die nächste Woche ist ein Mikrokosmos der Belastung: Mittwoch Arsenal, Sonntag Bayern, dann wieder London.

Der rekordtorschütze und die fehlenden leitwölfe

Der rekordtorschütze und die fehlenden leitwölfe

Vincenzo Grifo schoss sich mit seinem 105. Pflichtspieltreffer neben Nils Petersen an die Spitze der Freiburger ewigen Torschützenliste – und das mit einem Querschläger, der ihn selbst überraschte. Die Leverkusener dageben vermissten nicht nur Patrik Schick und Mark Flekken, sondern auch die Stabilität, die sie in der Vorrunde auszeichnete.

Simon Rolfes forderte „Konstanz“, doch genau die fehlte beim 3:3. Die 34.100 im Europa-Park-Stadion sahen ein Spektakel, aber keinen Sieger. Für Freiburg bedeutet das 16. Heimspiel ohne Niederlage Selbstvertrauen für den Europa-League-Kracher in Genk. Für Leverkusen bleibt die Erkenntnis: Ohne Punkte gegen Arsenal wird die Champions-League-Reise ein steiniger Weg.

Die Bundesliga tickt weiter, die Werkself muss umschalten. Die Frage ist nicht mehr, ob sie kann – sondern ob sie es vor dem 27. Spieltag noch rechtzeitig tut.