3. Liga: aufstiegskampf spitzt sich zu – wer wagt den sprung?
Die Spannung in der 3. Liga ist kaum noch auszuhalten! Während sich die reguläre Saison dem Ende zuneigt, kristallisiert sich ein Wettrennen um die heiß begehrten Aufstiegsplätze zur 2. Handball-Bundesliga heraus. Doch wer traut sich den Schritt wirklich zu?

Vieles steht auf dem spiel: die interessensbekundungen
Anfang März hatten die Vereine aus den vier Drittliga-Staffeln die Möglichkeit, ihr Interesse an der Aufstiegsrunde zu bekunden. Der 31. März war die finale Frist, und die Ergebnisse sind überraschend: Eine Reihe etablierter Teams zögert, den Aufstiegskampf anzunehmen. Der TV Emsdetten, unter der Leitung von Robin Jansen, präsentiert sich als nahezu ungeschlagene Macht – ein Signal an die Konkurrenz, die nun unter Druck gerät.
Fristgerecht eingereicht haben ihre Unterlagen: der MTV Braunschweig, der EHV Aue, der TV Emsdetten, der ASV Hamm, der TuS Vinnhorst (alle Staffel Nord-West) sowie der TV Gelnhausen und HG Saarlouis aus dem Süd-Westen. Allerdings dürfen von diesen sieben ambitionierten Klubs maximal sechs an der Aufstiegsrunde teilnehmen, die am 16. und 17. Mai ihre Pforten öffnet.
Ein kniffliges Korsett für die Nord-West-Staffel: Hier drängen gleich drei Teams (Emsdetten, Hamm, Vinnhorst) auf einen der begehrten Aufstiegsplätze. Nur die beiden Besten werden die Chance auf den Sprung in die 2. Bundesliga wahren. Aus der Staffel Süd hingegen ist kein Verein gemeldet – ein deutliches Zeichen dafür, dass hier die Ambitionen fehlen oder die finanzielle Lage die Klubs zu zögern bringt.
Die Absagen sind dabei ebenso brisant wie zahlreich. Top-Teams wie der Tabellenführer aus Kornwestheim oder der ehemalige Zweitligist Wölfe Würzburg haben überraschend abgesagt. Auch die HSG Hanau aus der Staffel Süd-West schied sich aus. Die Frage, die sich nun jedem Handball-Fan aufdrängt: Warum scheuen sich so viele Klubs vor dem Aufstieg?
Die Entscheidung, welche sechs Teams überhaupt an der Aufstiegsrunde teilnehmen dürfen, wird im Rahmen des HBL-Spiels zwischen dem TBV Lemgo Lippe und der MT Melsungen am 4. April fallen. Dabei dürfen nur zwei Staffelersten in eine Gruppe gelost werden, und direkte Duelle der Staffeln werden vermieden. Die Spieltage sind bereits festgesetzt, und die Vorfreude auf packende Duelle steigt.
Die beiden Gruppenersten werden am Ende der Aufstiegsrunde den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Der Kampf um die beiden begehrten Plätze verspricht Handball vom Feinsten. Doch die vielen Absagen werfen ein Fragezeichen auf die Zukunft der 3. Liga und die Bereitschaft der Vereine, den nächsten Schritt zu gehen.
