21 Jahre fluch: timberwolves zertrümmern boston mit hylands feuerwerk

Der Ball rollte, die Uhr tickte, und Boston schwieg. Die Minnesota Timberwolves schüttelten 21 Jahre Scharte ab, indem sie die Boston Celtics mit 102:92 zerlegten – ohne Anthony Edwards, ohne großes Randle-Feuerwerk, dafür mit einem Bones Hyland, der in der zweiten Hälfte einfach nicht mehr anzuhalten war.

Die Zahl klingt wie ein Scherz: 21 Sieglos-Jahre in Beantown. Der letzte Erfolg datiert auf den 9. März 2005. Kevin Garnett war damals MVP, Latrell Sprewell nagelte den Buzzer-Beater. LeBron James war schon in der Liga, die Celtics starteten mit Gary Payton, Ricky Davis und Paul Pierce. Bones Hyland? Fünf Jahre alt, irgendwo in North Carolina, kannte die NBA nur vom Fernsehen.

Hyland spielt sich in die geschichtsbücher

Hyland spielt sich in die geschichtsbücher

Jetzt ist er 24, kam von der Bank und versenkte 23 Punkte – 15 davon im letzten Viertel, als Minnesota eine 81:81-Standvorlage in einen 10-Punkte-Sieg verwandelte. „Verdammt, das klingt nicht normal“, sagte er über die 21-Jahre-Statistik. „Damals war ich fünf. Das ist verrückt.“ Seine Dreier fielen wie Spuckbläsereifen, die Celtics-Defense schaute hilflos.

Julius Randle schoss nur 3/14, Rudy Gobert nagelte zwar 14 Rebounds, aber auch nur neun Punkte. Macht nichts. Naz Reid warf 17, Mike Conley dirigierte mit 11 Assists, und die Bank outscorte Boston 44:21. Die Celtics trafen 9/38 aus der Distanz, fanden kein Mittel gegen Minnesotas Switch-System und büßten so ihre dritte Heimniederlage in Serie ein.

Die Timberwolves springen auf Platz sechs, einen Sieg hinter Denver, zwei hinter Houston. Der Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde ist greifbar nah. Edwards kann sich die Knie-Entzündung in Ruhe auskurieren, denn Hyland liefert Brandbeschleuniger statt Katastrophenstimmung. Die Serie ist gerissen, der Fluch begraben – und Boston hat ein neues Problem: Wer stoppt diesen Hyland, wenn er so heiß ist?