20 Jahre ohne 'el cholo': eine fußballerische legende verabschiedet sich
20 Jahre ohne 'el cholo': eine fußballerische legende verabschiedet sich
Wie im Tango besingt, der durch den Mythos Carlos Gardel unsterblich gemacht wurde – „20 Jahre sind nichts“ –, könnte man Diego Pablo Simeone, einer weiteren Legende und ebenso mit Buenos Aires verbunden, antworten. Am 17. Februar 2006 beendete „El Cholo“ seine Karriere als Fußballspieler. Ein Abschied, der eine Ära beendete und den Weg für eine neue, erfolgreiche Phase als Trainer ebnete.
Die leidenschaft des fußballs
Guillermo Francella, unvergessen als Pablo Sandoval in dem Oscar-prämierten Film „Das Geheimnis in ihren Augen“, fasst in einer wunderbaren Szene die Bedeutung der Fußballleidenschaft zusammen: „Man kann alles ändern. Das Gesicht, das Haus, die Familie, die Freundin, die Religion, Gott… Aber eines kann man nicht ändern. Man kann seine Leidenschaft nicht ändern!“ Diese Leidenschaft gilt für viele Fans, egal welches Team sie unterstützen. Für Simeone, der mit ganzem Herzen für Racing Club spielte, ging es immer darum, eines Tages in der Albiceleste zu stehen.

Die karriere vor dem abschied
In seiner Heimat Argentinien trug Simeone zunächst die Farben von Vélez Sarsfield, bevor er zu Pisa und nach Europa wechselte. 2005 kehrte er für seine zweite Amtszeit zum Atlético Madrid zurück und wechselte dann zu Racing Club. Dort bestritt er 38 Spiele und erzielte drei Tore gegen Central, Colón und Arsenal. Sein letztes Spiel als Profi bestritt er am 17. Februar 2006.

Das letzte spiel: estudiantes gegen racing
An einem schwülheißen Sommertag in Argentinien bestritt Racing gegen Estudiantes de La Plata sein Auswärtsspiel. Das Spiel fand im Estadio Centenario de Quilmes statt, da Estudiantes zu dieser Zeit ein Streit mit den Behörden über die Nutzung des neuen Estadio Único de La Plata hatte. Racing befand sich zu Beginn der Clausura 2006 in einer kritischen Situation, da die Gefahr des Abstiegs durch das argentinische Punktesystem drohte. Alberto Fanesi übernahm interimsweise das Traineramt, nachdem Fernando 'Teté' Quiroz entlassen worden war.

Ein abschied in bildern
Simeone betrat den Rasen als Kapitän, mit der unverwechselbaren Nummer 14 auf dem Rücken, begleitet von seinen Söhnen Giovanni, Gianluca und dem kleinen Giuliano. Der Fotograf Gustavo Ortiz von MARCA hielt diesen historischen Moment fest. Estudiantes gewann das Spiel mit 2:1 durch Tore von José Sosa und Lugüercio, während Pipa Estévez das Tor für Racing erzielte.

Der übergang zum trainer
Nach 563 Spielen, 87 Toren und 34 Assists in Vereinen sowie 106 Länderspielen (mit 11 Toren und 11 Assists) für Argentinien vollzog sich der Übergang von Simeone als Spieler zu Simeone als Trainer innerhalb von 24 Stunden. Heute, 20 Jahre später, könnte man eine erste Bilanz seiner Trainerkarriere ziehen. Aber das… ist eine andere Geschichte.
