195.000 Euro für leerdams olympia-anzug versteigert

Ein Stück Olympia-Geschichte wechselte am Freitag den Besitzer – und das für eine Summe, die selbst erfahrene Auktionskenner zweimal hinschauen ließ. 195.000 Euro zahlte der Gewinner für den gold-orange-blauen Rennanzug von Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam, mit dem die Niederländerin bei den Winterspielen in Italien über 1000 Meter Gold und über 500 Meter Silber geholt hatte. Kein schlechter Preis für ein Stück Stoff. Kein schlechter Zweck dahinter.

Ein zweikampf, der die preise in die höhe trieb

Was die Versteigerung auf der Plattform MatchWornShirt besonders machte, war der Verlauf selbst. Bis 9.102 Euro boten noch mehrere Interessenten mit. Dann blieben nur noch zwei übrig. Was folgte, war ein stiller, aber gnadenloser Schlagabtausch zwischen zwei Bietern, die offenbar beide diesen Anzug unbedingt wollten. Am Ende siegte einer. Mit einem Gebot, das mehr als zwanzigmal so hoch lag wie der Startpunkt des Zweikampfs.

Auch andere niederländische stars kamen unter den hammer

Auch andere niederländische stars kamen unter den hammer

Leerdam war nicht allein auf der Auktionsplattform. Auch die Olympia-Anzüge von Femke Kok und Antoinette Rijpma-de Jong wurden versteigert – allerdings für deutlich bescheidenere Summen. Das zeigt, wie stark Leerdams Strahlkraft über das niederländische Eisschnelllauf-Publikum hinausgeht. Sie ist nicht nur Weltklasse-Athletin, sie ist eine Marke.

Das geld geht dorthin, wo alles begann

Das geld geht dorthin, wo alles begann

Der gesamte Erlös fließt in die Vereine, in denen die Athleten des Team NL ihre ersten Schritte auf dem Eis gemacht haben – oder in denen sie heute noch aktiv sind. Die Idee dahinter ist so simpel wie wirkungsvoll: Wer oben ankommt, gibt etwas zurück an den Ort, der ihn überhaupt erst auf die Bahn gebracht hat. Mit 195.000 Euro allein aus Leerdams Anzug lässt sich so manches Nachwuchsprogramm anschieben. Die Sporthelden von morgen werden es ihr danken.