18-Jähriger reggiani schreibt bundesliga-geschichte: tor auf den ersten blick

Ein Kopfball, ein Jubel, ein Rekord. Luca Reggiani hat beim 2:0 des Borussia Dortmund gegen Augsburg nicht nur sein erstes Profitor erzielt – der 18-Jährige wurde damit zum jüngsten italienischen Torschützen der Bundesliga-Geschichte.

18 Jahre und 64 Tage. Mehr brauchte der Verteidiger nicht, um sich einen Namen zu machen. Sein Treffer per Kopfball nach Ecke war gleichzeitig die Vorentscheidung im Spiel. „Vor einem Monat mein Debüt, dann die Champions League, jetzt das erste Tor – das ist verrückt“, sagte Reggiani nach Abpfiff.

Vom sassuolo-nachwuchs ins bvb-abenteuer

Der Weg des jungen Italiens führte über Castelvetro und die Akademie von Sassuolo Calcio nach Dortmund. Im Januar 2024 wechselte er, wurde im Internat einquartiert – gemeinsam mit Samuele Inacio, einem weiteren Talent aus Italien. „Mein Vater hat den Abschied schwerer verkraftet als meine Mutter. Er war bei jedem Spiel in Italien dabei“, erzählt Reggiani. „Wir telefonieren täglich, aber es ist nicht dasselbe.“

Seine Entwicklung ist rasant: Nach zwölf Einsätzen in der U17 folgte direkt der Sprung in die U19 – und nun in die Bundesliga. Verletzungspech bei den Innenverteidigern um Schlotterbeck und Süle beschleunigte seinen Aufstieg. Niko Kovac vertraut dem jungen Italiener, lässt ihn spielen, lässt ihn reifen. „Luca ist jetzt Teil der Mannschaft. Er macht Fortschritte“, sagt der Trainer.

Modern, kühl, unbeirrbar

Modern, kühl, unbeirrbar

Reggiani spielt wie ein Verteidiger von heute: stark im Spielaufbau, präzise Pässe, Übersicht. Als Vorbild nennt er Leonardo Bonucci, aktuell schwärmt er für Alessandro Bastoni. „Er ist einer der besten Verteidiger Europas“, sagt er. Die Fans träumen bereits – Vergleiche mit Mats Hummels sind laut geworden. Groß, elegant, torgefährlich. Der erste Treffer war nur der Anfang.

Der Rekord ist gebrochen. Die Zukunft kann beginnen.