1860 München: ismaik droht mit klage gegen kündigung!
München – Der Fall 1860 München spitzt sich weiter zu. Nur wenige Tage, nachdem der Traditionsverein den Lizenzverlust für die 3. Liga hinnehmen und in die Regionalliga Bayern abrutschen musste, kündigte Investor Hasan Ismaik nun an, rechtliche Schritte gegen die Kündigung des Kooperationsvertrags prüfen zu lassen. Ein erneuter Schock für die Löwen-Fans.

Die hintergründe des machtkampfs
Die Entscheidung des Vereins, die Zusammenarbeit mit Ismaik zu beenden, fiel nach dem Scheitern, die notwendigen finanziellen Voraussetzungen für die 3. Liga zu erfüllen. Die fehlenden 2,7 Millionen Euro konnten trotz intensiver Bemühungen bis zur Frist am Mittwochabend nicht aufgebracht werden. Ismaik hatte sich dabei als Garant für die Finanzierung präsentiert, seine Zusage blieb jedoch ungeleistet. Dieser Umstand führte letztendlich zur Kündigung des Vertrages.
„Wenn der Verein der Ansicht ist, dass die Kündigung des Kooperationsvertrags der richtige Weg für seine Zukunft ist, dann ist das seine Entscheidung“, erklärte Ismaik gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „Wir unsererseits werden diesen Schritt sorgfältig und unter rechtlichen Gesichtspunkten prüfen und dabei alle unsere vertraglichen Rechte wahren.“ Seine Worte lassen keinen Zweifel daran, dass er nicht ohne weiteres akzeptieren wird, aus dem Vertrag gedrängt zu werden.
Die Geschichte von Hasan Ismaik bei 1860 München ist von Höhen und Tiefen geprägt. Seit seinem Einstieg im Mai 2011 gab es immer wieder hitzige Auseinandersetzungen zwischen dem Ismaik-Lager und den Vertretern des Muttervereins. Diese Konflikte trugen maßgeblich zu den sportlichen Rückschlägen und der finanziellen Instabilität des Klubs bei. Die Tatsache, dass eine 15-jährige Zusammenarbeit nun abrupt beendet wird, empfindet Ismaik offensichtlich als „traurig“.
Doch die Situation in München ist noch brisanter. Zahlreiche Dauerkarteninhaber haben ihre Tickets für die Drittliga-Spiele zurückgegeben, was den finanziellen Druck auf die insolvenzbedrohte Spielbetriebs-KGaA weiter erhöht. Der Verein hat bereits alle notwendigen Schritte unternommen, um für die Regionalliga Bayern zugelassen zu werden, doch die Frage ist, ob es unter diesen Umständen überhaupt noch eine sinnvolle Zukunft für 1860 München geben kann.
Es bleibt abzuwarten, wie die rechtlichen Schritte von Ismaik weitergehen werden und welche Konsequenzen dies für den TSV 1860 München haben wird. Die Entscheidung über die Zukunft des Klubs könnte nun vor Gericht fallen.
