15 Siege, null kryptonit: werders ping-pong-helden lassen dortmund alt aussehen

Keine Energie, kein Training, kein Problem. Werders Tischtennis-Cracks holten in Dortmund den 15. Saisondreier und schaufeln damit die Meisterschaft noch ein Stück näher. Mattias Falck und Kirill Gerassimenko flogen frisch von ihren Nationalmeisterschaften ein, bissen sich durch und schickten Borussia mit 0:3 nach Hause.

Bertrand riss den „türöffner“-kragenschuss

Der Abend begann mit Irvin Bertrand, der gegen Kristian Karlsson nach 0:2-Satzrückstand die Kelle schwang und in fünf Sätzen die Westfalen entzauberte. „Der Türöffner“, nannte Coach Cristian Tamas diese Leistung. Danach drehte Gerassimenko einen 0:2-Fehlstart gegen Adam Szudi und schließlich machte Falck mit einem 3:1 über Alberto Mino den Kantersieg perfekt.

Die Zahren sprudeln: 30 Punkte aus 19 Spielen, punktgleich mit Spitzenreiter Düsseldorf. Die Bremer spielen sich in eine Form, die selbst Superman neidisch machen würde – und das, obwohl sie kaum noch Zeit haben, sich die Schuhe zu binden. „Wir sind super glücklich“, sagte Tamas, „die Jungs sind immer da, sie kämpfen und erkämpfen auch knappe Siege.“

Am freitag kommt der echte endgegner

Am freitag kommt der echte endgegner

Die nächste Prüfung folgt sofort: Freitag, 19 Uhr, eigene Halle, Gegner Düsseldorf. Das Duell wird die Tabellenführung entscheiden. Für Gerassimenko ist das ein Grund mehr, sich zu freuen – gegen Karlsson musste er nicht ran, sein persönliches Kryptonit. „Ich verliere immer gegen ihn“, grinste der Kasache und klingt dabei, als hätte er gerade das Ticket zur Play-off-Sause sicher in der Tasche.

Das Final Four ist gebucht, der Schwung da, die Müdigkeit egal. Die Bremer haben bewiesen: Wer Titel will, braucht keine Superkräfte – nur eine Vorhand wie Falck und einen Kampfgeist wie Bertrand.