Zwei brentford-profis stoppen nachts rassistische attacke in richmond

Sie kamen vom 0:0 in Leeds, hatten sich gerade freigeben lassen – und wurden zu Helden auf Londons Straßen. Zwei Brentford-Spieler, bis heute namentlich anonym, störten in der Nacht auf Sonntag eine rassistische Attacke in Queen's Road, Richmond. Keine Bodyguards, keine Kameras, nur zwei Fußballer, die nicht wegsahen.

Blut statt pr: so lief der einsatz ab

Der Vorfall passiert gegen 02:00 Uhr. Die Profis hatten Sondergenehmigung für den individuellen Heimtransport, bevor sie zu ihren Nationalteams aufbrechen. Ein Zeuge: „Sie sprangen sofort raus, haben sich dazwischengeklemmt, obwohl der Angreifer offenbar ein Messer zog.“ Die Spieler kamen mit blutverschmierten Trainingsjacken davon, die Polizei bestätigt den Einsatz, keine Festnahme bislang.

Der Club schweigt aus Rücksicht auf die Beteiligten. Intern: Standing Ovations, keine Strafe für nächtlichen Außenmission – „Verhalten im Sinne der Klubwerte“, heißt es in der Gtech-Community-Hauptverwaltung.

Saison-höhenflug dank teamchemie

Saison-höhenflug dank teamchemie

Trainer Keith Andrews’ Bees liegen vor der Länderspielpause auf Platz sieben – nur zwei Punkte hinter Chelsea, drei hinter Liverpool. Nach der Rückkehr warten direkt Everton, Fulham und Manchester United. Die Tabellen-Mathematik: acht Punkte aus diesen Spielen würden Brentford erstmals in die Königsklasse katapultieren.

Doch die Nummer eins im Kraftranking steht bereits fest: Es sind die zwei, die in Richmond nicht weitersahen. Die Liga kann sich warm anziehen – wer nachts vor Messern nicht zurückweicht, fürchtet sich auch vor Old-Traford-Pfeifkonzerten nicht.