Zverevs sandplatz-albtraum geht weiter: sinner demütigt deutschen!

Monte Carlo – Alexander Zverev hat sich erneut in der Sandpiste blamiert. Im Halbfinale des ATP Masters in Monte Carlo wurde er von Jannik Sinner in gerade mal 82 Minuten mit 1:6, 4:6 chancenlos geschlagen. Der Hamburger muss sich fragen lassen, wo er seine Form wiederfindet, denn die Niederlage offenbart tiefe Probleme.

Die breakchance-statistik, die beunruhigt

Die breakchance-statistik, die beunruhigt

Es war nicht nur die deutliche Punktzahl, die Zverev zu schaffen machte. Die Tatsache, dass er über die gesamte Partie keinerlei Breakchance erspielen konnte, ist alarmierend. Ein einziger Punkt zum 30:30 – das ist bei Weitem nicht genug, um gegen einen Spieler wie Sinner zu bestehen. Vor allem vor dem French Open, wo Zverev eigentlich zu den Favoriten zählen wollte, ist das eine bittere Pille.

Die Sandplatzsaison begann für Zverev mit Niederlagen in Indian Wells und Miami, doch auf seinem vermeintlichen Lieblingsbelag hatte er sich mehr erhofft. Doch die Realität sah anders aus. Sinner dominierte von der ersten Sekunde an und drängte Zverev immer wieder hinter die Grundlinie. Die fehlende Durchschlagskraft im Spiel des Deutschen war deutlich erkennbar.

Becker sieht Fortschritte, die Statistik widerspricht: Selbst Chefkritiker Boris Becker hatte Zverev in den letzten Wochen gelobt, insbesondere für sein offensiveres Spiel. Doch die Leistung in Monte Carlo wirft Fragen auf. Die Bemühungen des Hamburgers, sich zu verbessern, waren zwar sichtbar, doch die Ergebnisse ließen zu wünschen übrig.

“Ich habe sehr, sehr solide gespielt”, sagte Sinner nach dem Match, und tatsächlich, seine Konstanz und Präzision machten es Zverev schwer, ins Spiel zu finden. Die achte Niederlage in Folge gegen Sinner und die fünfte in Serie ohne Satzgewinn sind ein deutliches Zeichen der Krise. Es liegt viel Arbeit vor Zverev, wenn er seine Ambitionen bei den French Open überhaupt noch realistisch einschätzen will.

Das nächste Ziel für Zverev ist das Turnier in München, wo er als Titelverteidiger antritt. Der Verzicht von Sinner dort ist ein Lichtblick, doch es wird ein harter Kampf, um das Selbstvertrauen wiederzufinden. Die Sandplatzsaison ist noch lange nicht vorbei, aber Zverev muss dringend eine Lösung finden, um seine Schwächen in den Griff zu bekommen.

Die Zuschauer im Monte Carlo Country Club sahen ein einseitiges Spiel, in dem Sinner die Kontrolle übernahm und Zverev frustriert wirkte. Das Duell zwischen Sinner und Carlos Alcaraz um den Titel und die Weltranglistenführung wird zweifellos für Spannung sorgen, während Zverev sich erstmal mit der Realität seiner Situation auseinandersetzen muss. Er muss nun rasch analysieren, was schief lief, um seine French Open-Träume nicht endgültig zu begraben – denn die Zeit des Abwartens ist vorbei.