Zverevs niesanfall, serenas doping-seifenoper: wimbledons wilde auftakt-woche

Ein Nieser jagt den nächsten. Alexander Zverev kämpft auf dem heiligen Rasen nicht nur gegen Gegner, sondern gegen sein eigenes Immunsystem. Rasenallergie – wer hätte gedacht, dass ein Grand-Slam-Titel auf Sand in Roland Garros genau hier, in Wimbledon, zur Nebensache wird. Der Deutsche hat nie über die Runde der letzten Acht hinausgeschafft. Jetzt, mit dem Titel im Gepäck, sollte alles anders sein. Die Realität: Er schnieft sich durch die Interviews.

Sinner patzt in paris, will in london wiederkommen – aber reicht das?

Jannik Sinner wirkt, als hätte er die vergangenen Tage in einem Hochleistungslabor verbracht. Kleine Details, sagt er. Aber die Hitze von Paris hat ihn ausgeknockt. Gegen Cerúndolo kollabierte er körperlich, nicht spielerisch. Die Frage bleibt: Hat er seine Physiologie umgestellt? Oder ist es nur kosmetisch? Der Rasen verzeiht keine Lügen. Das Ergebnis, so der Italiener selbst, „werden wir hier noch nicht sehen“. Eine Ewigkeit in der Sportwelt.

Sabalenka und der preisgeldkrieg: ein herz für die kollegen

Sabalenka und der preisgeldkrieg: ein herz für die kollegen

Weltranglisten-Erste, Millionärin, Ikone – und trotzdem streikt Aryna Sabalenka. Nicht für sich. Für die Kolleginnen. Ihre Forderung: höhere Preisgelder, favere Verteilung. „Wir versuchen, für etwas Größeres zu kämpfen“, sagt sie und reduziert ihre Medienzeit auf 15 Minuten. Ein Statement im Ego-Sport. Die Zahlen sprechen: Preisgelder stagnieren seit zehn Jahren. Sabalenka will das ändern. Ob sie dabei bleibt, wenn es um ihre eigene Kohle geht? Die erste Woche wird es zeigen.

Djokovic und das familienduell: vater gegen sohn, tochter gegen legende

Djokovic und das familienduell: vater gegen sohn, tochter gegen legende

Novak Djokovic trainiert mit seinen Kindern. Sohn Stefan (11) und Tochter Tara (8) jagen ihm Bälle um die Ohren. Er lächelt, lässt sich „besiegen“. Die Szene wirkt wie ein Instagram-Post – aber dahinter steckt eine Strategie. Djokovic will die Nervosität vor dem 25. Grand-Slam-Titel reduzieren. Familie als Antistress-Programm. Funktioniert das auch, wenn es im Achtelfinale gegen einen Alcaraz geht? Die Wette: Er wird es wissen, bevor wir es begreifen.

Serena williams und die doping-regeln: beinahe gescheitert

Serena williams und die doping-regeln: beinahe gescheitert

Mit 44 Jahren will Serena Williams zurück. Aber die Doping-Regeln haben sie fast gestoppt. „Es ist echt anstrengend“, sagt sie. Regeln geändert, Tests verschärft, Kontrollen ohne Ende. „Viele Dinge sollten erlaubt sein, ohne dass das als verpasster Test gewertet wird.“ Ihre Lösung: Wildcards. Im Einzel und im Doppel mit Schwester Venus (46). „Ich dachte, Wimbledon vergibt nicht jeden Tag eine Wildcard.“ Die Ironie: Sie muss sich an dieselben Regeln halten wie ein 18-Jähriger. Wird sie es schaffen? Die ersten Trainingseinheiten sagen: Ihr Aufschlag ist noch tödlich.

Ein turnier der fragezeichen

Ein turnier der fragezeichen

Wimbledon 2026 ist kein Turnier der Favoriten. Es ist ein Turnier der Unsicherheiten. Zverev schnieft, Sinner zweifelt, Sabalenka kämpft, Djokovic entspannt, Serena ringt mit der Bürokratie. Die Tenniswelt ist auf dem Kopf. Und das ist gut so. Denn in zwei Wochen wird alles anders sein. Bis dahin gilt: Jeder Nieser, jeder Aufschlag, jedes Interview ist ein Indikator. Die Saison ist offen. Und der Rasen verzeiht nichts.