Zverevs davis-cup-comeback? kohlmann hält tür offen
Halle/Westfalen – Alexander Zverev lässt durchblicken, dass der Davis Cup in seinen Plänen nicht ganz unten steht. DTB-Kapitän Michael Kohlmann deutet an, dass ein Einsatz des French-Open-Siegers im September-Duell gegen Kroatien durchaus möglich ist – und das, obwohl der Tennisstar aktuell andere Ziele verfolgt. Die Spannung steigt vor dem entscheidenden Qualifikationsspiel.
Ein blick auf die vergangenheit und die herausforderungen
Die Begegnung gegen Kroatien verspricht ein enges Rennen zu werden. Kohlmann betont, dass die bisherigen Duelle stets hart umkämpft waren. Er sieht in Dino Prizmic ein enormes Talent, das die kroatische Mannschaft verstärkt. Auch der erfahrene Marin Cilic, einst Grand-Slam-Sieger, stellt eine Gefahr dar, auch wenn seine Zeit auf der Tour möglicherweise dem Ende zuneigt. Das erfahrene Doppel Pavic und Mektic darf man keinesfalls unterschätzen – eine Macht, die in entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen kann.
Kohlmanns Kalkül: Die bestmögliche Mannschaft
„Sascha hat nach seinem Triumph in Paris gesagt, dass er noch viele ambitionierte Ziele hat“, so Kohlmann am Rande des ATP-Turniers. „Er hat auch mal erwähnt, dass der Davis Cup dazugehört.“ Die Notwendigkeit einer starken Mannschaft wird durch die Vergangenheit unterstrichen: gegen Kroatien war es bisher immer schwer. Die Entscheidung für Zverev hängt natürlich von dessen Form und Prioritäten ab, doch die Aussagen Kohlmanns lassen auf eine ernsthafte Abwägung hoffen.

Hartplatz statt rasen: ein strategischer vorteil für deutschland?
Veronika Rücker, Vorstandsmitglied des DTB, unterstreicht die Bedeutung des Heimspiels in Halle, das in diesem Jahr auf Hartplatz ausgetragen wird, anstelle des traditionellen Rasens. „Der Davis Cup hat eine unglaubliche Strahlkraft“, betont sie. Die Atmosphäre in Düsseldorf im Februar habe gezeigt, welche Begeisterung und Emotionalität dieser Wettbewerb auslösen kann. Das Ziel ist es, diese Stimmung nun auch nach Halle zu bringen – ein Signal an die Fans und ein Ansporn für die Spieler.
Deutschland hatte sich bereits im Februar gegen Peru mit einem klaren 4:0 durchgesetzt und damit die nächste Runde erreicht. Die Erinnerung an das letzte Davis-Cup-Spiel in Halle im Jahr 2006, das gegen Frankreich knapp mit 2:3 verloren ging, ist zwar präsent, doch das Team um Kohlmann ist entschlossen, Geschichte zu schreiben. Das damalige Team mit Namen wie Tommy Haas und Rainer Schüttler kämpfte auf Hartplatz – eine Erfahrung, die nun von Nutzen sein könnte.
Die Frage, ob Alexander Zverev tatsächlich in Halle antreten wird, bleibt vorerst offen. Doch die Signale, die vom DTB ausgehen, sind vielversprechend und lassen auf ein spannungsgeladenes Duell gegen Kroatien hoffen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte entwickelt und ob der deutsche Tennisstar seinen Beitrag zum Erfolg leisten wird.
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