Zverev: wimbledon-hoffnung erwacht – becker sieht titel-potenzial!
Alexander Zverev hat sich auf dem Rasen neu gefunden. Nach dem Triumph in Paris und einer erfrischenden Auszeit in den Alpen präsentiert sich der Hamburger in Wimbledon als ernstzunehmender Anwärter auf den Titel – ein Umbruch, der selbst Tennislegende Boris Becker überrascht.
Die french open als befreiungsschlag
Die Anspannung, die Jahre über Zverev lastete, scheint mit dem Gewinn der French Open verflogen zu sein. Der Sieg in Paris war nicht nur ein erster Grand-Slam-Titel, sondern auch ein Zeichen dafür, dass der Deutsche endlich die mentale Blockade durchbrochen hat. Die Bilder aus dem Luxushotel Stanglwirt bei Kitzbühel, wo er sich nach den French Open erholte, zeigten einen entspannten und selbstbewussten Zverev – weit entfernt von dem mental angeschlagenen Spieler, der im vergangenen Jahr in Wimbledon früh ausschied.
Zverev selbst spürte diese Veränderung: „Es lag unfassbar viel Stress und Druck auf mir“, gestand er kurz nach seinem Triumph in Paris. Diese Last scheint nun abgefallen zu sein, was sich in seiner Spielweise widerspiegelt. Insbesondere seine Auftritte in Halle, wo er lange Zeit unschlagbar wirkte, ließen aufhorchen.

Becker: „ich habe ihn noch nie so stark auf rasen gesehen!“
Drei Wimbledon-Titel sprechen für sich – und Boris Becker ist überzeugt: Alexander Zverev ist in Topform. „Was ist denn plötzlich mit dem Zverev los? Lernt er jetzt noch mit 29 Jahren auf Rasen Tennis spielen?“, fragte der ehemalige Champion im Podcast mit Andrea Petkovic, sichtlich beeindruckt von Zverevs Leistung in Halle. Die aggressive Vorhand, der präzise Aufschlag und das Netzspiel waren in Bestform – ein Zverev, wie man ihn selten auf Rasen gesehen hat.
Doch es gibt auch Schattenseiten. Die Niederlage gegen Taylor Fritz im Halbfinale von Halle offenbarte Schwächen im Insulinsensor und Rückenprobleme, die dem Deutschen zu schaffen machten. Wie er mit diesen Herausforderungen in Wimbledon umgehen wird, bleibt abzuwarten.

Die herausforderung djokovic und sinner
Ein gewisser Jannik Sinner, der Titelverteidiger, wird ebenfalls hungrig nach dem Sieg sein, obwohl seine körperliche Verfassung fraglich bleibt. Und natürlich darf man Novak Djokovic nicht vergessen, den unangefochtenen König des Rasens. Zverev muss sich also gegen die stärkste Konkurrenz der Tenniswelt behaupten.
Trotzdem, die Zeichen stehen gut für Zverev. Seine neu gewonnene Gelassenheit, sein Selbstvertrauen und sein aggressives Spiel könnten ihm den entscheidenden Vorteil verschaffen. „Von seiner Spielstruktur, seinem Aufschlag, seinem neuen Selbstbewusstsein gibt es für mich keinen Grund, warum Sascha Zverev nicht Wimbledon gewinnen soll“, meint Becker. Und das ist ein Versprechen, das man sich ruhig gönnen darf.
