Zverev vor wimbledon: stich warnt – „muss sich endlich einlassen“

Alexander Zverev steht vor seiner ersten Hürde bei Wimbledon 2026. Doch statt überschwänglicher Vorfreude äußert Michael Stich, der ehemalige Wimbledon-Sieger, deutliche Worte der Kritik. Der Deutsche müsse seine Einstellung ändern, um bei dem prestigeträchtigen Turnier wirklich erfolgreich zu sein. Stich sieht eine entscheidende Hürde, die Zverev überwinden muss, wenn er seine Grand-Slam-Träume wahr machen will.

Die rasen-herausforderung: anpassung ist der schlüssel

Nach seinem Triumph bei den French Open schöpft Stich zwar Hoffnung, dass Zverev endlich den ersehnten Grand-Slam-Titel holen kann. „Das würde einen Riesen-Unterschied machen“, betonte Stich bei einer Veranstaltung von Prime Video. Doch der Weg zum Erfolg auf Rasen ist mit Schwierigkeiten gepflastert. Zverev habe in der Vergangenheit immer wieder versucht, sein erfolgreiches Sandplatzspiel einfach zu übertragen, was auf dem schnellen, grünen Belag selten funktioniert hat. Die Horror-Serie gegen Taylor Fritz, die sich auch auf Rasen fortsetzt, unterstreicht diese Probleme.

„Die Frage wird sein, wie weit er in der Lage ist, sein Spiel dem Belag anzupassen“, so Stich. Er fordert eine grundlegende Änderung der Herangehensweise: „Er muss lernen, sich auf Rasen einzulassen.“ Zverev sei bisher zu sehr darauf fixiert gewesen, seine bewährten Sandplatztaktiken auf den Rasen zu übertragen, was bisher zu enttäuschenden Ergebnissen geführt hat. Sein bisheriges Wimbledon-Konto weist lediglich ein Achtelfinale auf, das vergangene Jahr endete bereits in der ersten Runde gegen Arthur Rinderknech.

Überraschungen sind möglich: stich sieht ein „dark horse“

Überraschungen sind möglich: stich sieht ein „dark horse“

Während Titelverteidiger Jannik Sinner als einer der Top-Favoriten gehandelt wird, glaubt Stich auch an die Möglichkeit einer Überraschung. „Ich habe das Gefühl, dass ein ‚Dark Horse‘ sehr weit kommt“, erklärte der ehemalige Doppel-Olympiasieger. Viele junge Spieler würden immer respektloser und seien in der Lage, für eine Sensation zu sorgen. Als konkretes Beispiel nannte Stich Flavio Cobolli, den Zverev erst kürzlich in Roland Garros bezwungen hatte.

Es bleibt spannend, ob Zverev die Lehren aus Stichs Warnung ziehen kann und seinen Weg zu einem Wimbledon-Sieg findet. Sein Auftaktmatch gegen den Belgier Alexander Blockx wird dabei eine erste Standortbestimmung.