Zverev: roddick verteidigt deutschen nach french open triumph
Der Jubel um Alexander Zverevs ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open ist noch nicht ganz abgeklungen, da meldet sich die Kritik bereits zu Wort. Doch ein ehemaliger Champion stellt sich nun deutlich hinter den Deutschen. Andy Roddick, einst selbst US-Open-Sieger, verteidigt Zverev in seinem Podcast „Served“ vehement gegen Angriffe, die weit über sportliche Kritik hinausgehen.

Ein champion spricht klartext: zverevs leistungen dürfen nicht in vergessenheit geraten
Die Diskussionen um Zverevs Weg zum Titel in Paris und die Vorwürfe bezüglich seiner Ex-Freundinnen überschatten nach Ansicht von Roddick fast schon seine sportlichen Erfolge. „Man mag vielleicht aus bestimmten Gründen kein Fan von Sascha sein“, räumt Roddick ein, „aber es gibt sportlich keinen Grund, ihn zu kritisieren.“ Er findet es absurd, wie einige Experten in Podcasts über Zverev herabwürdigend sprechen würden, als wäre er kein Top-Spieler. Das bringe ihn schlichtweg auf die Palme.
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: 24 Einzeltitel, olympisches Gold in Tokio und zweimal der Gewinn der ATP Finals – Erfolge, die selbst Tennislegenden wie Roger Federer und Rafael Nadal nicht vorweisen können. Federer feierte nie olympischen Einzelgold, Nadal gewann nie die ATP Finals. Zverev schon. Und nun endlich der ersehnte Grand-Slam-Titel. Roddick betont: „Er hat in den vergangenen neun Jahren jedes Mal die ATP Finals erreicht, wenn er nicht verletzt war. Das ist eine beeindruckende Konstanz.“
Was Roddick besonders stört, ist die Tatsache, dass Zverev im Schatten der jüngeren Superstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz steht. „Nur weil Carlos und Jannik so gut sind, sollten wir nicht anfangen, jeden anderen Spieler schlecht zu machen“, mahnt er. Es sei beleidigend, Zverev nicht zum Kreis der besten Spieler der Welt zu zählen. Roddick stellt klar, dass seine persönliche Meinung über Zverev als Mensch keine Rolle spielt – entscheidend ist seine Leistung auf dem Platz, und die ist beeindruckend.
Die Erfüllung des Traums vom ersten Major-Titel beim French Open hat für Zverev eine Ära eingeläutet. Nach den Feierlichkeiten in Paris richtet er nun seinen Blick auf die Rasensaison, wo er als Weltranglistendritter beim ATP-Turnier in Halle/Westfalen um weitere Erfolge kämpfen wird. Der Triumph in Paris zeigt, dass Zverev trotz aller Kritik zu den absoluten Top-Spielern gehört und bereit ist, sich an der Spitze des Tennis zu behaupten. Die nächste Generation des deutschen Tennis hat endlich seinen Durchbruch gefeiert.
