Zverev kämpft sich nach eisiger kälte ins achtelfinale

München bebte gestern Abend – nicht vor Aufregung, sondern vor Kälte. Alexander Zverev, der Titelverteidiger, schaffte es, sich trotz frostiger Bedingungen und eines hartnäckigen Gegners, Miomir Kecmanovic, ins Achtelfinale des ATP-Turniers in München zu kämpfen. Ein Volley der Extraklasse im entscheidenden Tiebreak sicherte ihm den knappen Sieg.

Ein eisiger auftakt für den hamburger

Die Temperaturen kletterten gerade mal auf zehn Grad, als Zverev den Centre Court betrat. Ein eisiger Wind pfiff über die Anlage des MTTC Iphitos, doch der Weltranglistendritte ließ sich nicht entmutigen. Zumindest äußerlich. Gegen Kecmanovic, der ihm in Acapulco bereits das Leben schwer gemacht hatte, entwickelte sich ein zäher Kampf. Der erste Satz ging an Zverev, doch im zweiten Satz schien der serbische Gegner die Kontrolle zu übernehmen und den Hamburger ins Schwitzen zu bringen.

„Er war wie eine Wand“, so Zverev nach dem Match erleichtert. Kecmanovic ließ kaum einen Fehler zu und zwang Zverev zu einem ungewöhnlich kämpferischen Auftritt. Die Fehlerquote des Hamburgers stieg, während seine Souveränität schwand. Doch Zverev gab nicht auf. Er kämpfte sich zurück ins Spiel und brachte den Entscheidungssatz in einen dramatischen Tiebreak.

Der volley, der alles veränderte

Der volley, der alles veränderte

Der Tiebreak war ein Nervenspiel. Zverev führte mit 4:1, doch Kecmanovic kämpfte verbissen um jeden Punkt. Dann kam der Moment, der das Match entscheiden sollte: Ein Ball von Kecmanovic sprang auf die Netzkante. Zverev, blitzschnell reagierend, spielte einen Volley durch die Beine – ein Volley, der nicht nur den Punkt, sondern auch den Satz und das Match bedeutete. „Es war der einzige Weg, den Ball zu spielen. Zum Glück hat es hingehauen“, atmete Zverev erleichtert.

Während er sich nun auf das Achtelfinale gegen Gabriel Diallo am Mittwochabend freuen kann, darf er sich gleichzeitig auf ein besonderes Ereignis freuen: Er wird die Münchner Arena besuchen und das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Real Madrid verfolgen. Ein willkommener Kontrast zum eisigen Tennisabend.

Mit diesem Sieg ist Zverev seinem vierten Titel in München nach 2017, 2018 und 2025 ein Stück näher gekommen – und dem ersten Turniersieg in diesem Jahr. Nach seinem Auftritt in Monte Carlo, wo er im Halbfinale an Jannik Sinner scheiterte, scheint München der perfekte Ort zu sein, um wieder in die Spur zu finden. Die French Open rücken näher, und Zverev hat gezeigt: Er ist bereit für die Herausforderung. Die Kälte möge sich endlich verabschieden, denn ein heißer Kampf auf dem roten Sand erwartet ihn.