Zverev kämpft sich ins viertelfinale – doch körperliche sorgen trüben den sieg

Madrid – Alexander Zverev hat sich in einem spannenden Match gegen Terence Atmane ins Achtelfinale des Masters-1000-Turniers in Madrid gekämpft, doch der Triumph ist von Sorgen überschattet. Der deutsche Tennisstar präsentierte zwar Phasen von Glanz, klagte aber nach dem Spiel über Unwohlsein, das seine weitere Teilnahme in Frage stellt.

Ein holpriger weg zum erfolg

Der Beginn des Spiels deutete auf einen klaren deutschen Sieg hin. Zverev kontrollierte das Geschehen, minimierte Fehler und zwang Atmane früh ins Hintertreffen. Der erste Satz ging folgerichtig mit 6:3 an den Hamburger. Doch der Franzose weigerte sich aufzugeben. Mitte des zweiten Satzes kam es zu einer strittigen Situation, die Zverev kurzzeitig aus dem Konzept zu bringen schien. Atmane schöpfte dies aus und konterte mit überraschender Energie.

Als Zverev bereits den Sieg in greifbarer Nähe wähnte, sorgte ein Break von Atmane für neue Spannung. Der junge Franzose kämpfte sich zurück ins Spiel und zwang Zverev in einen dramatischen Tiebreak. Dort zeigte der Weltranglistendritte jedoch seine Klasse und sicherte sich die Entscheidung mit 7:2. „Mal schauen, was es ist, weil ich vom Gefühl her eigentlich gutes Tennis zeigen kann. Ich hoffe, dass ich morgen spielen kann“, äußerte sich ein sichtlich angeschlagener Zverev nach der Partie.

Mehr als nur ein match

Mehr als nur ein match

Die Absagen von Carlos Alcaraz und Novak Djokovic haben Zverevs Chancen auf den Titel in Madrid natürlich enorm gesteigert. Er ist nun einer der größten Favoriten, doch seine körperlichen Probleme werfen einen langen Schatten auf seine Ambitionen. Die Frage, ob er seine Fitnessprobleme in den Griff bekommen kann, entscheidet nun über seinen weiteren Turnierverlauf.

Zverev ist der letzte deutsche Einzelspieler in Madrid. Das Aus von anderen deutschen Spielern macht seinen Erfolg umso bedeutender, unterstreicht aber auch den Druck, den er jetzt spürt. Er muss nicht nur seine Gegner bezwingen, sondern auch seinen eigenen Körper überzeugen.

Im Viertelfinale trifft Zverev entweder auf Karen Khachanov, gegen den er bereits 2021 bei den Olympischen Spielen triumphierte, oder auf den überraschend erfolgreichen Jakub Mensik. Doch bevor es so weit ist, muss er sich erstmal seinen körperlichen Problemen stellen – ein Kampf, der mindestens genauso wichtig ist wie der auf dem Platz.