Zverev kämpft sich in wimbledon durch: blockx-duell geht in die tiefe
Alexander Zverev hat sich in Wimbledon einen hart erkämpften Erfolg gegen Alexander Blockx gesichert, doch der erste Auftritt im Rasenklassiker offenbarte Risse in der scheinbaren Dominanz des French Open-Champions. Ein 6:4, 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 7:6 (7:0) lässt den Deutschen vor der zweiten Runde vor neue Herausforderungen stellen.

Ein kampf auf augenhöhe – blockx macht zverev das leben schwer
Vor dem Match hatte Zverev noch vor dem Publikum seine Sorge geäußert, erneut auf einen Spieler zu treffen, der mit hoher Geschwindigkeit aufschlägt. Blockx lieferte zwar nicht die 45 Asse, von denen Zverev sprach, präsentierte sich aber als äußerst unangenehmer Gegner. Er nutzte seine Chance im zweiten Satz, als er den Tiebreak mit 10:8 für sich entschied. Die Rasenplatz-Erfahrung des Deutschen ließ ihn jedoch nicht im Stich.
Zverev wirkte kurzzeitig anfällig, wie Expertin Andrea Petkovic analysierte: „Er traut sich mehr, geht mehr ins Risiko.“ Ein Doppelfehler und das Re-Break von Blockx zeigten, dass der Hamburger nicht unbesiegbar war. Doch Zverev zeigte seine Klasse, kontrollierte den dritten Tiebreak mit einem klaren 7:0 und sicherte sich die Satzführung.
Die Begegnung offenbarte, dass Zverev noch nicht seinen Rhythmus gefunden hat. Blockx' unkonventionelles Spiel bereitete ihm Probleme, und die Zuschauer wurden Zeuge eines Duells, das weit mehr als nur einen Sieg bedeutete. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: 24 Asse von Blockx gegen 14 von Zverev. Eine überraschende Wendung im bisher so vorhersehbaren Verlauf des Turniers.
Für Zverev geht es am Donnerstag gegen den Sieger des Duells zwischen Valentin Royer und Harry Wendelken. Seine Ambitionen sind klar: Er will seinen persönlichen Wimbledon-Rekord brechen, der bisher bei einem Einzug ins Viertelfinale (2017, 2021, 2024) liegt. Doch nach diesem Kraftakt gegen Blockx ist fraglich, ob er seine Kräfte für diesen ambitionierten Plan noch vollständig mobilisieren kann.
