Zverev im viertelfinal-duell mit medvedev – madrid open sorgt für überraschungen!
Alexander Zverev hat sich beim Mutua Madrid Open knallhart durchgemogelt ins Viertelfinale. Der Hamburger, ehemaliger Double-Champion und letztjähriger Finalist, bezwang den französischen Wildcard-Spieler Terence Atmane mit 6:3 und 7:6. Ein routinemäßiges Spiel, zumindest in der Statistik – denn in der zweiten Satzführung hätte es auch Breakpoints geben können, die das Ergebnis hätten verändern können.
Junge wilde scheitern überraschend früh
Doch der Tag brachte mehr als nur Zverevs Sieg. Die ersten Achtelfinals des Turniers zeigten, dass auch vermeintlich sichere Kandidaten plötzlich die Segel streichen mussten. Félix Auger-Aliassime, einst gefeiert als Wunderkind der Davis-Cup-Junioren und Vorjahr-Finalist, musste sich dem jungen Belgier Alexander Blockx mit 7:6 und 6:3 geschlagen geben. Blockx trifft im Viertelfinale auf Fran Cerundolo, der Luciano Darderi glatt in zwei Sätzen ausschaltete. Ein echter Außenseiter im Rennen um den Titel.
Auch Daniil Medvedev hatte seine liebe Not mit einem jungen Wildcard-Spieler, dem Norweger Nicolai Budkov Kjaer, den er jedoch mit 6:3 und 6:2 bezwingen konnte. Ein weiteres Duell der Generationen fand zwischen Jakub Mensik und Karen Khachanov statt, das Mensik überraschend deutlich mit 6:4 und 7:6 für sich entschied. Die jungen Spieler scheinen in Madrid in Hochform zu sein.

Dramen und überraschungen im damenbereich
Im Damenbereich sorgten die Ergebnisse für noch größere Augenbrauen. Aryna Sabalenka, Nummer eins der Welt, profitiert von zwei Ausfällen hochrangiger Gegnerinnen. Coco Gauff, die letztjährige Finalistin, musste eine schmerzhafte Niederlage gegen Linda Noskova hinnehmen, eine der größten Überraschungsfrauen des Turniers und eine weitere Perle aus der tschechischen Tennisschmiede. Nach einem zwischenzeitlichen 4:1 im dritten Satz brach Gauff jedoch zusammen und verlor das Match mit 6:4, 1:6 und 7:6.
Leilah Fernandez, die Kanadierin, die in großen Turnieren immer wieder glänzt, besiegte Ann Li mit 6:3 und 6:2. Hayley Baptiste lieferte sich ein wahres Kräftemessen mit Belinda Bencic, das mit einem unglaublichen Tie-Break im zweiten Satz (30 Punkte!) endete. Bencic reagierte auf die Niederlage mit einem Ausbruch: Sie zerschellte ihre eigene Rakete an ihrem Oberschenkel – ein Bild, das die Frustration des Moments perfekt widerspiegelte.
Und dann kam die faustdicke Überraschung spät in der Nacht: Anastasia Potapova, die als Lucky Loser ins Turnier kam, schlug die Nummer zwei der Welt, Elena Rybakina, mit 7:6 und 6:4 aus dem Turnier. Rybakina fand kein Mittel gegen Potapovas Spiel und verpasste es, entscheidende Breakbälle zu verwerten. Ein bitterer Abend für die Russin.

Wer trifft auf wen im viertelfinale?
Die Viertelfinals der Damen werfen einige interessante Duelle auf: Sabalenka gegen Baptiste, Fernandez gegen Andreeva (mit Conchita Martinez als Trainerin!), Kostyuk gegen Noskova und Pliskova gegen Potapova. Im Herrenbereich treffen Sinner auf Norrie, Kopriva auf Jódar, Etcheverry auf Fils, Lehecka auf Musetti, Tsitsipas auf Ruud, Cerundolo auf Blockx, Medvedev auf Cobolli und Mensik auf Zverev. Ein spannungsgeladenes Programm erwartet uns!
Die Ergebnisse in Madrid zeigen deutlich: Die etablierte Garde ist nicht unbesiegbar. Die jungen Spieler sind hungrig und bereit, die Tenniswelt zu erobern. Ob Zverev seine Form hält und den Titel verteidigen kann, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Die Madrid Open werden in die Geschichte eingehen als ein Turnier voller Überraschungen und dramatischer Wendungen.
