Zverev fordert sinner-stopper: "wir müssen etwas tun!"
Rom – Alexander Zverev ist sichtlich frustriert. Nach der erneuten Niederlage gegen Jannik Sinner im Finale von Madrid, wo er chancenlos blieb (1:6, 2:6), spricht der deutsche Tennisstar Klartext: Er sieht eine gewaltige Diskrepanz zwischen Sinner und dem Rest des Feldes und fordert von der ATP-Tour ein Umdenken.
Die sinner-dominanz: ein problem für die gesamte tour
Die jüngsten fünf Masters-Turniere gingen alle an Jannik Sinner, und das in beeindruckender Weise. In Abwesenheit von Carlos Alcaraz scheint der Weltranglistendritte derzeit unaufhaltsam. Zverev, der seine eigene Pleiten-Serie gegen den Italiener öffentlich thematisierte, sieht die Notwendigkeit einer gemeinsamen Strategie. "Es gibt im Moment eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen. Es ist ganz einfach“, erklärte er nach dem Madrid-Finale. Nun ruft er die gesamte Tour auf, aktiv zu werden.
"Wir müssen alle irgendwie als Tour einen Weg finden, ihn zu stoppen“, forderte Zverev im Gespräch mit "Sky". Seine Worte sind ein Spiegelbild der wachsenden Besorgnis unter den Tennis-Profis: Wie kann man Sinner ernsthaft herausfordern und ihm die aktuelle Dominanz nehmen?

Erinnerungen an rom: zverevs comeback und erster masters-triumph
Der Foro Italico in Rom ist für Zverev ein besonderer Ort. Vor neun Jahren feierte er hier seinen ersten Masters-Triumph – ein Gefühl, das er aktuell nur noch schwer erreichen kann. Vor drei Jahren kehrte er hier nach seiner schweren Knöchelverletzung zurück und demonstrierte seine Widerstandsfähigkeit. "Es sind einfach schöne Erinnerungen“, blickt Zverev zurück. Ein Wiedersehen mit Sinner im Finale wäre ein spannendes Duell, doch zuerst muss er sich am Freitag in der ersten Runde gegen den deutschen Nachwuchsspieler Daniel Altmaier behaupten.
Die Bilanz zwischen Zverev und Altmaier liest sich klar: Drei von vier Begegnungen konnte der Weltranglistenzweite bisher für sich entscheiden. Auch gegen Sinner wünscht sich Zverev eine deutlich bessere Bilanz, denn die aktuelle Situation ist nicht tragbar. Die French Open stehen bevor, und Sinner gilt als haushoher Favorit – ein Szenario, das Zverev und die gesamte Konkurrenz gemeinsam verändern wollen. Die Suche nach einer Strategie gegen den unaufhaltsamen Italiener hat begonnen.
