Zverev brilliert in paris: becker sieht den besten sascha!

Paris fiebert, und Alexander Zverev ist einer der Gründe dafür. Nach einer beeindruckenden Vorstellung gegen Tomas Machac in der zweiten Runde der French Open hat Boris Becker, der dreifache Wimbledon-Sieger, ein klares Urteil gefällt: „Für mich ist das aktuell der beste Sascha Zverev.“ Ein Statement, das in der Tenniswelt für Aufsehen sorgt und die Erwartungen an den Hamburger weiter anheizt.

Ein return, der begeistert

Zverevs Sieg gegen Machac war schlichtweg dominant. Mit 6:4, 6:2, 6:2 setzte er sich durch und zeigte eine Leistung, die Becker besonders beeindruckte. „Wo er beim Return steht, ist legitim“, analysierte der ehemalige Weltranglistenerste bei Eurosport. „Schlag für Schlag kommt er näher auf die Grundlinie. Mittlerweile macht er das. An der Grundlinie spielt man leichter Tennis.“ Diese Entwicklung, so Becker, zeige, wie sehr sich Zverev als Spieler weiterentwickelt hat. Es ist nicht nur die Fähigkeit, den Ball zurückzuspielen, sondern die Positionierung und das Timing, die den Unterschied machen.

Die Zahlen sprechen ebenfalls für sich: 19 Asse gegen lediglich einen von Machac. Vier Asse in Folge – eine Seltenheit, die Zverev mit beeindruckender Routine ablieferte. Becker betonte: „Die ganze Statistik ist pro Zverev.“

Mehr als nur power: kreativität und konstanz

Mehr als nur power: kreativität und konstanz

Doch Zverevs Spiel ist längst nicht mehr nur auf seinen kraftvollen Aufschlag reduziert. Becker lobte die größere Variabilität im Spiel des Deutschen: „Die Konstanz, die Art und Weise, wie er spielt, die Kreativität, der Stopp kommt mal, der Aufschlag ist immer gut. Die Art und Weise gefällt mir unglaublich gut.“ Er kommt immer wieder relativ schnell nach dem Return Richtung Netz, drei Meter weiter vorne beim zweiten Schlag und schon fast auf der Grundlinie beim dritten. Diese aggressive Spielweise, gepaart mit taktischer Finesse, macht ihn zu einem ernsthaften Titelanwärter in Paris.

Während andere Spieler in der Hitze des französischen Sommers kämpfen, scheint Zverev in seinem Element zu sein. Seine Bilanz bei den French Open unterstreicht seine Stärke: Zehnmal in der dritten Runde bei elf Teilnahmen. Ein Jubiläum, das zeigt, dass er in Paris zuhause ist.

Die Leistung von Zverev ist nicht nur ein Triumph für ihn selbst, sondern auch ein Hoffnungsschimmer für das deutsche Tennis. Mit Becker an seiner Seite und einer Form, die ihn zu einem der besten Spieler der Welt macht, könnte der French Open-Titel in Reichweite liegen. Die Frage ist nicht, ob Zverev den Titel gewinnen kann, sondern wie schnell er ihn holen wird.