Zverev: becker sieht licht am ende des halbfinal-tunnels

Alexander Zverev, der deutsche Tennisstar, scheint trotz seiner jüngsten Serie von Halbfinal-Niederlagen wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Tennis-Experte Boris Becker äußerte sich optimistisch, obwohl der Hamburger in München erneut in der Vorschlussrunde scheiterte.

Konstanz trotz rückschlägen

Konstanz trotz rückschlägen

Becker, der am Rande der Laureus World Sports Awards in Madrid sprach, betonte die beeindruckende Konstanz von Zverev bis zum Halbfinale. „Insgesamt ist die Form von Sascha Zverev sehr konstant, bis zum Halbfinale eigentlich immer absolute Weltklasse“, so Becker. Doch dann, so der ehemalige Wimbledon-Sieger, geschehe etwas Unerklärliches, das den Deutschen immer wieder ausbremse.

Die jüngsten Ergebnisse untermauern Beckers Beobachtungen. Nach drei Niederlagen gegen den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner in Indian Wells, Miami und Monte Carlo, verlor Zverev am vergangenen Samstag in München gegen den italienischen Landsmann Flavio Cobolli. „Es ist keine Schande, gegen Sinner zu verlieren“, räumte Becker ein, „aber gegen Cobolli war ich schon etwas überrascht.“

Die nächste Chance auf eine Trendwende ergibt sich bereits am Mittwoch in Madrid, wo das nächste Masters-Turnier beginnt. Obwohl auch Sinner am Start sein wird, fehlen mit Carlos Alcaraz und Novak Djokovic gleich zwei weitere Top-Spieler, was die Chancen für Zverev verbessern könnte. Becker ist überzeugt: „Ich bin mir sicher, dass Zverev nach Madrid kommen wird und wieder seine Form findet.“

Sollte es Zverev wieder ins Halbfinale schaffen, drückt Becker ihm die Daumen, dieses Mal den Match für sich zu entscheiden. Die Frage, ob der Hamburger auch in Rom und am Hamburger Rothenbaum antreten wird, ließ er nach seinem Aus in München offen. Becker hofft, dass er sich nicht übernimmt – ein voller Terminkalender könnte den Deutschen zusätzlich belasten.

Die Diskussionen um Zverevs Form sind allseits präsent, doch Becker scheint fest davon überzeugt zu sein, dass der Olympiasieger von Tokio bald wieder zu alter Stärke finden wird. Denn eins ist klar: Auch wenn die Halbfinal-Serie frustrierend ist, verbirgt sie den unbändigen Willen eines Kämpfers, der sich immer wieder neu erfindet.