Ziereis-comeback bei vilzing: ein jahr der geduld und hoffnung
Die Regionalliga Bayern hält ein schmerzhaftes Kapitel hinter sich: Markus Ziereis, die vielversprechende Verstärkung für die DJK Vilzing, erlitt im Sommer einen Kreuzbandriss – ein Schlag, der die Ambitionen des einzigen Regionalligisten aus der Oberpfalz jäh unterbrach. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, und der erfahrene Angreifer arbeitet hart an seiner Rückkehr.
Ein hoffnungsträger, der dem rasen fernblieb
Mit großen Erwartungen wurde Ziereis im Sommer 2025 verpflichtet. Der gebürtige Rodinger, einst gefeierter Stürmer bei 1860 München und anderen namhaften Klubs, sollte der Schlüssel zum Erfolg für Vilzing werden. Doch die Freude währte nur kurz. Bereits in der Sommervorbereitung kam es zum bitteren Aus: Ein Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden endete mit einem schrecklichen Knall im Mittelkreis – ein Kreuzbandriss, der den 33-Jährigen auf unbestimmte Zeit außer Gefecht setzte.
Die Verletzungsmisere bei Vilzing betraf nicht nur Ziereis. Auch Martin Tiefenbrunner und Jakob Zitzelsberger mussten sich schwerwiegenden Kreuzbandrisissen unterziehen. Hinzu kamen weitere Personalausfälle im Angriffsbereich, wie die Oberschenkelzerrung von Erol Özbay oder die krankgeschriebene Situation von Daniel Steininger, was Trainer Thorsten Kirschbaum kopfschüttelnd kommentierte: „So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal.“

Eine karriere voller höhen und tiefen
Ziereis blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Zwischen 2010 und 2017 spielte er zweimal für 1860 München, erlebte Absteige und Aufstiege und sammelte wertvolle Erfahrungen in der 3. Liga. Auch bei FSV Frankfurt, SV Darmstadt 98, Chemnitzer FC und SSV Jahn Regensburg hinterließ er seine Spuren. Seine Zeit beim VfB Oldenburg schloss sich 2023 an, bevor er den Weg zurück in die Oberpfalz antrat.

Die rückkehr in sicht?
Ziereis gibt sich kämpferisch und arbeitet individuell am Wiederaufbau. „Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden“, erklärte er kürzlich. „Seit Anfang März trainiere ich individuell, am Mannschaftstraining kann ich aber noch nicht teilnehmen.“ Ein realistisches Ziel ist die Sommervorbereitung 2026, doch er nagelt sich nicht fest: „Zweikämpfe und Mannschaftstraining sind noch tabu.“
Die Vilzinger Fans blicken gespannt auf die Entwicklung. Die Qualität des Stürmers ist unbestritten, aber es braucht Zeit, bis er wieder zu voller Kraft gefunden hat. Denn eines ist klar: Die Rückkehr von Markus Ziereis könnte der entscheidende Impuls für die DJK Vilzing sein, um im Kampf um die Spitze der Regionalliga Bayern erneut zu brillieren.
