Zenhäusern kämpft weiter: slalom-star trotzt swiss-ski-entscheid!
Ramon Zenhäusern, der Silbermedaillengewinner von Pyeongchang, gibt den Kampf um seine Karriere nicht auf. Nach dem überraschenden Rückstoss durch Swiss-Ski plant der 33-jährige Slalom-Spezialist nun einen eigenständigen Weg – mit Völkl an seiner Seite und dem festen Willen, den Verband um Unterstützung zu bitten.
Die bittere realität des c-kaders
Die Entscheidung von Swiss-Ski, Zenhäusern vom C-Kader in den Regionalverband zu degradieren, traf den Athleten hart. „Emotional tut das schon weh, wenn ich ehrlich bin“, gestand er im Gespräch mit blue Sport. Der Walliser, der mit seinen 2,02 Metern eine imposante Erscheinung ist, fühlt sich ungerecht behandelt, besonders wenn man bedenkt, dass er weiterhin zu den Top-Technikern im Ski Alpin gehört. Er argumentiert, dass der Vergleich mit jüngeren Fahrern, die noch nicht das gleiche Leistungsniveau erreicht haben, schlichtweg unfair sei.
Die Flamme brennt weiter: Zenhäusern glaubt fest an seine Fähigkeiten und sein Können. „Ich glaube an meine Fähigkeiten und an mein Können. Das sieht man nach wie vor im Training und auch die Trainer bestätigen mir das“, so der Slalom-Spezialist. Seine Motivation entspringt vor allem der Leidenschaft für den Skirennsport und dem unerschütterlichen Glauben, dass noch viel Potenzial vorhanden ist. Die Enttäuschung über die Entscheidung des Verbands schmälert diesen Enthusiasmus jedoch nicht.

Eigenverantwortung und hoffnung auf unterstützung
Obwohl Zenhäusern die Sommer-Vorbereitungen nun eigenverantwortlich und auf eigene Kosten stemmen muss, hegt er die Hoffnung, ab Oktober oder November wieder in den Team-Trainingsbetrieb einsteigen zu können. Die Unterstützung des Verbands ist dabei von entscheidender Bedeutung. „Sie wissen, dass ich nach wie vor zu den besten Technikern gehöre und wollen mir auch künftig helfen“, erklärt Zenhäusern, was einen Hoffnungsschimmer am Horizont lässt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich diese Hoffnung in eine erfolgreiche Zusammenarbeit wandeln kann. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, aber Zenhäusern ist nicht der Typ, der aufgibt. Seine Entschlossenheit und sein Talent könnten Swiss-Ski eines Tages noch bitter bereuen.
