Zanetti schlägt totti: rester der welt gewinnt legenden-turnier in rom
Der Palaeur in Rom war voll bis zum Letzten. Und dann schlug Zanetti zu – nicht mit einem Tackling, sondern mit einem Tor. Der Argentinier führte das „Rest der Welt“-Team zum Sieg im legendären Benefiz-Turnier, das gestern Abend Tausende in Ekstase versetzte.

Die alten herren liefern sich ein feuerwerk
10.000 Fans, vielleicht sogar mehr, drängten sich in die Halle. Sie wollten Totti sehen. Und sie wollten Zanetti, Pizarro, Hernanes und Borja Valero. Was sie bekamen, war ein Fußball-Festival der Extraklasse – mit einem Triangulären Fünfer-Turnier, das mehr war als nur ein Spiel. Es war ein Stück Lebensgefühl.
Die Italiener um Totti spielten sich in die Herzen der Zuschauer, doch am Ende stand der „Rest der Welt“ obenauf. Die Trophäe? Ein selbstgebauter WM-Pokal aus Lego – ironisch, bescheiden und doch mit Symbolkraft geladen. Die Niederlage nahm Totti mit Humor: „Ich kann noch immer was geben“, scherzte er nach dem Spiel – und meinte damit wohl eher die nächste Einladung als eine Rückkehr auf den Platz.
Hinter den Kulissen wurde viel umarmt, geweint und gelacht. Alessandro Nesta, 2006 Weltmeister, war dabei – aber nur als Zuschauer. Eine Hüft-OP verhinderte seinen Einsatz. Doch auch das passte ins Bild: Dieser Abend war kein Wettkampf, er war eine Kollektiv-Reminiszenz an eine Zeit, in der diese Namen noch für Leidenschaft, Magie und Siege standen.
Die Zuschauer jubelten jedem Tor zu, egal wer es schoss. Die Spieler lachten über verpasste Chancen wie über alte Anekdoten. Und am Ende gewann nicht nur das „Rest der Welt“-Team – sondern jeder, der dabei war. Denn für einen Abend war die Zeit zurückgedreht. Und das reicht manchmal.
