Zana krönt sich zum könig von sardinien, donati schlägt erneut zu

Die Insel bebte, die Räder glühten – und am Ende stand ein neuer Kaiser im Maglia Azzurra: Filippo Zana hat das 30. Giro di Sardegna nach 15-jähriger Pause dominiert und sich in Nuoro mit einem Sahnetag die Gesamtwertung gesichert. Der 26-jährige Italiener von Soudal-Quick Step büffelte sich auf der härtesten Etappe in den Bergen von Barbagia ab, ließ der Konkurrenz keine Luft und verwandelte die Insel in sein persönliches Trainingslager.

Donati doppelt nach – und das mit 20 jahren

Donati doppelt nach – und das mit 20 jahren

Doch die letzte Etappe nach Olbia wurde zur Bühne des jungen Wilden: Davide Donati, 20, Rookie bei Red Bull, jagte sich in einer atemberaubenden Sprintanalyse zum zweiten Etappensieg dieser Runde. Drei Profisiege stehen nun in seiner Vita – und das, nachdem er 2025 schon eine Walonien-Etape gewann. Die Zukunft ist kein Versprechen mehr, sie ist längst Realität.

Für Zana ist es Sieg Nummer sieben als Profi – ein Erfolg, der seinem Wechsel von Jayco-AlUla zu Soudal-Quick Step erst den richtigen Glanz verleiht. Der Nationalmeister von 2022 und Zoldo-Sieger der Corsa Rosa 2023 zeigte sich in Sardinien als Rundenspezialist, der sich in Wind und Wolken rechnet und in der Hitze des Gefechts kühlen Kopf bewahrt.

Das Rennen selbst war ein Comeback mit Promi-Faktor: Organisator Adriano Amici ließ mit seinem GS Emilia die Traditionsveranstaltung wieder aufleben, schickte die Fahrer über fünf Tage und 700 Kilometer durch steile Küstenstraßen und staubige Landesinnenhöfe. Die Insel dankt es mit überdimensionalen Mengen an Begeisterung – und einem neuen Helden, der nicht zögerte, sich mit dem Trostpreis „König von Nuoro“ zufriedenzugeben, obwohl die Krone in Olbia lag.

Die Bilanz: ein Italiener, der die Generalprobe für das nächste Giro d’Italia bestens überstand, ein Teenager, der sich in die Geschichtsbücher sprintet, und eine Insel, die endlich wieder Rad-Geschichte schreiben darf. Die Saison ist jung, aber schon jetzt klar: Wer in Sardinien nichts zu bieten hat, wird im Mai am Festland keine Chance haben.