Zaïre-emery: bayern-herausforderung als chance!

Paris. Warren Zaïre-Emery, das Wunderkind des Paris Saint-Germain, steht vor einer der größten Bewährungsproben seiner Karriere: das Rückspiel gegen den FC Bayern in der Champions League. Doch der 20-Jährige wirkt alles andere als eingeschüchtert – im Gegenteil, er scheint die Aufgabe mit einer erstaunlichen Reife anzunehmen.

Flexibilität als trumpf im duell mit díaz

Flexibilität als trumpf im duell mit díaz

Nach dem Ausfall von Achraf Hakimi gegen den FC Bayern wird Zaïre-Emery aller Voraussicht nach als Rechtsverteidiger auflaufen. Eine Position, die er zwar nicht regelmäßig bekleidet, aber in der er bereits mehrfach in der Vergangenheit aushelfen konnte. „Je mehr Spiele man macht, desto mehr wächst man“, so der Youngster selbst, der durch seine zahlreichen Einsätze bereits eine beachtliche Erfahrung sammeln konnte. Es ist eine taktische Notwendigkeit, die PSG-Trainer Luis Enrique zu dieser Entscheidung zwingt, aber auch eine Chance für Zaïre-Emery, seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen.

Das Hinspiel endete mit einem verrückten 5:4-Erfolg für PSG, in dem die Pariser zwar auch defensiv eine gute Leistung zeigten, aber dennoch vier Gegentore kassierten. Besonders Luis Díaz bereitete den Verteidigern Kopfzerbrechen. „Wenn man einen Spieler hat, der die Qualität dazu hat, alles zu können, wie zum Beispiel bei diesen drei Stürmern, ist es immer schwierig, zu verteidigen“, räumt Zaïre-Emery ein. Er weiß, dass er gegen den schnellen und trickreichen Kolumbianer alles geben muss, um seine Mannschaft zu unterstützen.

„Ganz egal, wo ich aufgestellt werde, ich werde bereit sein“,stellt Zaïre-Emery selbstbewusst fest. Seine mentale Stärke und sein unbedingter Wille, sich anzupassen, sind beeindruckend. Doch es ist nicht nur seine Bereitschaft, jede Position zu spielen, die ihn auszeichnet. Er hat sich selbst einmal unter Druck gesetzt, gesteht er, aber mittlerweile versucht er, eine gewisse Leichtigkeit in sein Spiel zu integrieren. „Die Belastung ist hoch, aber solange ich spiele, bin ich glücklich.“

Das Ziel ist klar: PSG will wieder ins Finale der Champions League. „Wir wollen das Tempo bestimmen, aber nicht überdrehen“, warnt Zaïre-Emery. Das aggressive Pressing, das PSG im Hinspiel so erfolgreich machte, soll auch im Rückspiel zum Einsatz kommen. „Wir wollen hoch anlaufen, den Ball so weit vorne wie möglich erobern und Chancen kreieren.“

Letztlich wird es entscheidend sein, dass die gesamte Mannschaft geschlossen auftritt. „Wenn wir nicht mitarbeiten, setzt uns der Trainer auf die Bank“, mahnt Zaïre-Emery. Denn gegen die Offensivpower des FC Bayern braucht es die Leistung von elf Spielern, die bereit sind, alles zu geben. Der junge Franzose hat sich darauf eingestellt und ist bereit, seinen Beitrag zu leisten. Die Augen sind auf ihn gerichtet, und er wird liefern.