Yemisi ogunleye: neue technik, alter glanz – kugelstoß-olympiasiegerin auf titelkurs

Feinjustierung zahlt sich aus: ogunleye überzeugt vor der hallen-dm

Yemisi Ogunleye, die Kugelstoß-Olympiasiegerin, hat im Vorfeld der neuen Saison an ihrer Technik gefeilt. Die Anpassungen zeigen bereits vor den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund erste Erfolge. Nach einer enttäuschenden Weltmeisterschaft scheint die 27-Jährige wieder in Topform zu sein und geht mit neuem Elan in die kommenden Wettkämpfe. „Wir haben nicht viel verändert, aber das, was wir verändert haben, braucht Zeit. Dass es jetzt schon so früh Früchte trägt, ist natürlich sehr gut“, so Ogunleye.

Hartes jahr nach dem olympiasieg

Hartes jahr nach dem olympiasieg

Das Jahr nach dem Olympia-Gold in Paris war für Ogunleye eine große Herausforderung. Der unerwartete Sieg hatte sie aus dem Konzept gebracht. „Auf so einen Erfolg kann man keinen Athleten vorbereiten“, erklärt sie. Die vielen Termine und die öffentliche Aufmerksamkeit hätten ihre Trainingszeit beeinträchtigt und es schwer gemacht, das Leistungsniveau zu halten. „Das Gleichgewicht zwischen öffentlichem Leben und Leistungssport ist die größte Herausforderung.

Neue drehstoßtechnik für mehr geschwindigkeit

Neue drehstoßtechnik für mehr geschwindigkeit

Der Schlüssel zur Verbesserung liegt in einer gezielten Umstellung ihrer Drehstoßtechnik. „Ziel ist es, mehr Geschwindigkeit auf die Kugel zu übertragen. Die größte Schwierigkeit besteht darin, den richtigen Moment für den Stoß zu finden“, verrät Ogunleye. Sie vergleicht den Prozess mit einer Choreografie, die sie immer wieder abspielen und perfektionieren muss. Bisher hat sie alle drei Wettkämpfe in diesem Jahr gewonnen und mit 19,86 Metern eine vielversprechende Form demonstriert.

Dortmund: titelverteidigung und ein ausblick auf die zukunft

In Dortmund strebt Ogunleye die erfolgreiche Verteidigung ihres Titels an und hofft auf den insgesamt dritten Triumph in Folge bei den deutschen Hallenmeisterschaften. Dies soll ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu weiteren Erfolgen sein. Sie sieht die Anpassungen als Investition in die Zukunft und ist zuversichtlich, dass sie noch mehr Potential freisetzen kann.

Wm-enttäuschung als impuls für veränderungen

Bei der Weltmeisterschaft in Tokio hatte Ogunleye mit 19,33 Metern lediglich den sechsten Platz belegt. Diese Erfahrung motivierte sie, an ihrer Technik zu arbeiten und sich neu zu erfinden. Eine Saison ohne große Meisterschaften bietet die ideale Gelegenheit, um die neue Bewegung zu stabilisieren und zu verfeinern.

Blick auf die europameisterschaft in birmingham

Als Saisonhöhepunkt steht im Sommer die Europameisterschaft in Birmingham (10. bis 16. August) auf dem Programm. Vorher möchte Ogunleye bei der Hallen-WM in Toruń (20. bis 22. März) an ihre Erfolge von 2024 anknüpfen. „Wenn ich an Toruń denke, erinnere ich mich an Glasgow“, sagt sie schmunzelnd und bezieht sich auf ihre Silbermedaille von vor zwei Jahren. Sie ist sich bewusst, dass der Kampf um Medaillen hart sein wird, aber sie ist bereit, alles zu geben.

Ambitioniertes ziel: die 20-meter-marke

Ogunleye gibt sich ehrgeizig: „Ich möchte bei internationalen Meisterschaften die 20-Meter-Marke knacken.“ Sie weiß, dass die Konkurrenz stark ist, aber sie ist überzeugt, dass sie mit harter Arbeit und der richtigen Technik ihr Ziel erreichen kann. Derzeit stoßen bereits mehrere Athleten regelmäßig über 20 Meter, was die Herausforderung zusätzlich erhöht.