Yamal vor wm-debüt: de la fuente nimmt’s vorsichtig!
Atlanta – Die Fußballwelt hält den Atem an: Lamine Yamal, das Wunderkind des FC Barcelona, könnte doch noch bei der WM in Atlanta sein Startelf-Debüt feiern. Nationaltrainer Luis de la Fuente deutete am Montag vor dem Duell gegen Kap Verde vorsichtig an, dass der 18-Jährige zumindest „ein paar Minuten“ Einsatzzeit erhalten könnte. Doch die Lage ist brüchig, und die Entscheidung hängt stark vom Spielverlauf ab.

Die oberschenkelblessur: ein damoklesschwert
Noch vor wenigen Wochen schien Yamals WM-Teilnahme ausgeschlossen, nachdem er sich Ende April eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Der Youngster kehrte erst kürzlich ins Mannschaftstraining zurück, und die Fitness-Coaches gaben nun das erfreuliche Signal, dass er spielbereit sei. „Fußball ist ein riskantes Spiel“, mahnte De la Fuente. „Man weiß nie, wie es läuft. Aber Lamine ist bereit, zumindest für eine kurze Zeit.“
Die Entscheidung, Yamal überhaupt auf die Bank zu setzen, ist bereits ein Zeichen des Vertrauens. „Unser medizinisches Team hat dem zugestimmt, sonst wäre er nicht dabei“, betonte der Trainer, der aber gleichzeitig betonte, dass er das Spiel gegen den krassen Außenseiter Kap Verde genau beobachten werde, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft. Yamal, der vor zwei Jahren in Deutschland noch mit 16 Jahren den EM-Titel feierte, steht vor seinem ersten WM-Auftritt und gilt als einer der potenziellen Schlüsselspieler für die Iberer in der Gruppe H, in der sie zudem auf Saudi-Arabien und Uruguay treffen.
Die Erwartungen sind enorm. Yamal verkörpert die neue Generation des spanischen Fußballs – schnell, technisch versiert und mit einem unbändigen Siegeswillen. Sollte er tatsächlich Minuten sammeln, könnte er das Spiel gegen Kap Verde entscheidend beeinflussen und den Iberern einen wichtigen Schritt in Richtung K.o.-Runden ermöglichen. Aber De la Fuente wird kein unnötiges Risiko eingehen. Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seines Teams haben oberste Priorität. Die Fans dürfen gespannt sein, ob das Wunderkind von Barcelona tatsächlich sein großes WM-Debüt erlebt.
