Wuppertaler sv: totale katastrophe – verein am abgrund!
Wuppertal – Ein Schock geht durch die Fußballstadt: Der Wuppertaler SV, einst stolzer Zweitligist, ist nach dem Abstieg in die Oberliga Niederrhein komplett zusammengebrochen. Spieler, Trainer und sportliche Leitung sind geflogen – ein Neustart unter höchster Notwendigkeit.
Der absturz in die fünfte liga – und was danach kam
Der bittere Abstieg aus der Regionalliga West war nur der Anfang des Desasters. Dass es für den WSV nicht reichte, um den Klassenverbleib zu sichern, ist eine bittere Pille für die Anhänger. Gerade weil der Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf theoretisch Platz 16 für den WSV bedeutet hätte. Doch das Team von Mike Wunderlich fand in den letzten Saisonspielen kaum noch die Kraft, schaffte es nicht, die nötigen Punkte zu holen und wurde von der Konkurrenz überholt – sogar der kleine SC Wiedenbrück ließ den Traditionsklub hinter sich.
Und dann folgte der Dominoeffekt: Kaum ein Spieler besitzt einen gültigen Vertrag für die Oberliga, Trainer Wunderlich wurde entlassen, ebenso Sportchef Gaetano Manno und kürzlich auch der Sportliche Berater Stephan Küsters. Ein kompletter Umbruch steht an, die Verantwortlichen stehen vor einer Mammutaufgabe.
„Der Abstieg war ein Schlusspunkt einer missratenen Saison“, räumt Ludger Kineke, der Steuerberater und Rechtsanwalt, der den Verein führt, im Gespräch mit wdr.de ein. „Es gilt jetzt, schnellstmöglich Personen zu installieren, die die Planung für die kommende Saison vorantreiben und umsetzen.“

Mehr als nur fußball – die herausforderung für den wsv
Kineke sieht die Krise aber auch als Chance: „Der WSV ist nicht nur ein Fußballverein. Wir haben eine starke Jugendabteilung, eine starke Frauenabteilung und viele andere Sportarten. Wir sollten in Zukunft unsere Jugendspieler besser integrieren und den regionalen Gedanken schärfen.“ Der Verein muss sich neu definieren, über die erste Fußballmannschaft hinaus.
Die Oberliga Niederrhein verspricht zudem kein leichtes Spiel. Neben dem WSV sind auch andere ambitionierte Teams wie SpVg Velbert, KFC Uerdingen, VfB Hilden und Germania Ratingen auf dem Sprung nach oben. Und dann ist da noch die SpVg Schonnebeck, die regelmäßig für Überraschungen sorgt.
Während die finanzielle Lage angespannt bleibt – der Verlust des langjährigen Sponsors Friedhelm Runde Ende 2024 lastet noch schwer – versucht der Verein, durch neue Unterstützer die entstandenen Lücken zu füllen. Kineke, ehemaliger CDU-Fraktionsvorsitzender, will seine Kontakte nutzen, um den Verein finanziell zu stabilisieren. „Die Dinge sind gut angelaufen, aber wir sind noch in der Stabilisierungsphase“, so Kineke.
Die kommende Saison steht vor der Tür, und der WSV muss sich beeilen. Es gilt, eine neue sportliche Leitung zu finden, Spieler zu verpflichten und den Haushalt auszugleichen. Die Zeit drängt, und die Fans bangen um die Zukunft ihres Traditionsvereins. Es bleibt abzuwarten, ob der WSV diesen Tiefpunkt überwinden und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren kann.
