Wrc kroatien: neuville scheitert knapp, katsuta krönt sich zum überraschenden leader!
Ein Rallye-WM-Lauf für die Geschichtsbücher! Die Kroatien-Rallye 2024 hat alles erlebt, was Rallye-Fans sich wünschen: Dramatik, unvorhersehbare Ergebnisse und ein völlig neuer Name an der Spitze der Fahrerwertung. Thierry Neuville, der das Rennen scheinbar im Griff hatte, verlor alles in den letzten Kilometern, während Takamoto Katsuta, der Überraschungsmeister von Kenia, seine Form bestätigte und nun die Gesamtführung übernommen hat.
Ein tag des chaos: favoriten scheitern am steinigen asphalt
Schon am ersten Tag der Rallye wurde klar: Der kroatische Asphalt ist gnadenlos. Oliver Solberg und Elfyn Evans, zwei der Top-Anwärter auf den Titel, wurden frühzeitig aus dem Kampf um die vorderen Plätze genommen. Nur der Kampf um die spärlichen Punkte am Sonntag blieb ihnen.
Die drei stärksten Fahrer – Sami Pajari, Takamoto Katsuta und Neuville – lieferten sich ein intensives Duell. Der Defekt von Pajaris Yaris Rally1 und Katsutas anfängliche Schwierigkeiten ermöglichten es Neuville, die Führung zu übernehmen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Ein fataler Moment entscheidet das Rennen
Neuville, der Sieg zum Greifen nah, leistete sich im letzten Wertungsabschnitt einen verheerenden Patzer. Ein unglücklicher Einschlag in einen Betonblock zerstörte den Vorderwagen seines Hyundai i20, und damit war der Traum vom Sieg jäh beendet. „Ich hatte Untersteuern und bin sofort gegen etwas gefahren“, erklärte ein frustrierter Neuville nach dem Rennen.
Während Neuville am Streckenrand stehen musste, profitierte Katsuta von dessen Unglück. Der Japaner, der bereits in Kenia für eine Überraschung sorgte, fuhr einen konzentrierten Lauf und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg. Damit katapultierte er sich an die Spitze der Fahrerwertung.
Die Fahrerwertung sieht nun wie folgt aus: Katsuta führt mit 81 Punkten vor Evans (74) und Solberg (68). Das Feld ist eng, und jeder Fehler kann entscheidend sein.

Auch cachón überzeugt: starkes ergebnis für toyota im wrc2
Neben den Dramen in der Königsklasse der Rallye gab es auch im WRC2 spannende Rennen. Alejandro Cachón zeigte eine starke Leistung für Toyota und sicherte sich den achten Platz im Gesamtklassement. „Es war eine komplizierte und herausfordernde Rallye“, so Cachón nach dem Rennen. „Um wirklich zufrieden zu sein, hätten wir auf das Podest fahren müssen. Das Auto war aber perfekt.“ Er sammelte wertvolle Punkte und wird in den Islas Canarias erneut angreifen.
Lancia dominierte mit Yohann Rossel und Gryazin die WRC2-Klasse. Ein starkes Ergebnis für die italienische Marke.
Die Kroatien-Rallye hat bewiesen, dass im Rallye-Sport alles möglich ist. Die Unberechenbarkeit und die Dramatik machen diesen Sport so faszinierend. Katsutas Führung in der Fahrerwertung ist ein Beweis dafür, dass auch Außenseiter im WRC erfolgreich sein können. Nur die Zeit wird zeigen, ob er seine Position halten kann. Die nächsten Rallyes werden zeigen, ob dies ein echter Zykluswechsel im WRC ist oder nur ein vorübergehendes Phänomen.
