Woodcroft explodiert: „ich will eine entschuldigung – die wird nicht kommen“
Die Halle in Weißwasser ist noch nicht abgekühlt, da brodelt es wieder. Kassel-Coach Todd Woodcroft schleudert der Füchse-Führung Lügen vor, fordert öffentlich Video-Beweise und eine Entschuldigung, die er sich bereits abgeschrieben hat. Die DEL2-Viertelfinal-Serie steht kurz vor dem Kollaps – und das, obwohl die Huskies nur noch einen Sieg vom Halbfinale trennt.
Die geste, die es angeblich nie gab
Der Vorwurf: Woodcroft habe im Vorfeld des Auswärtsspiels in der Lausitz dem Hallen-Caterer Mario Pinter eine „Kopf-ab-Geste“ gemacht. Pinter erstattete Strafanzeige, die Füchse schalteten die Medien ein. Der Kanadier kontert jetzt mit Nachdruck: „Jede Arena hat Kameras, guckt sie euch an!“ Die Aufnahmen würden laut Woodcroft nur einen Schluss zulassen: dass nichts passiert ist. Stattdessen wartet er auf ein Sorry, das seiner Einschätzung nach nie kommen wird.
Das Problem: Die Serie steht 3:2 für Kassel, Spiel sechs findet am Sonntag um 17 Uhr wieder in Weißwasser statt. Die Spieler müssen zwischen den gegnerischen Fanblocks und den brodelnden Vorwürfen ihre Köpfe frei kriegen – eine Zitterpartie vor dem Face-off. Die Füchse schweigen bislang zu den Vorwürfen, was Woodcroft als Armutszeugnis wertet: „Gute Führungspersönlichkeiten geben zu, wenn sie falsch liegen.“

Ein sieg bis zur nächsten eskalation
Wenn Kassel gewinnt, ist die Saison der Füchse vorbei – und der Konflikt vermutlich nicht. Sollte Weißwasser gewinnen, droht Spiel sieben in Kassel. Dann würde die Liga erneut nachschauen müssen, ob Kameras doch eine Geste festgehalten haben. Die Huskies reisen mit 3:2 im Rücken, aber mit 0 Toleranz für weitere Vorwürfe. Woodcroft hat seinen Satz schon formuliert: „Ich hätte eine Entschuldigung verdient – aber ich sage euch: Sie wird nicht kommen.“