Wolfsburg versinkt im chaos – heckings debüt endet mit fan-tumult und 0:1

Der VfL Wolfsburg ist nicht mehr auf Tauchstation, er ist abgestürzt. Gegen Werder Bremen verlor das Team mit 0:1, Moritz Jenz sah Rot, die Fans randalierten, und die Abstiegszone klafft jetzt nur noch zwei Punkte unter den Füßen der Niedersachsen.

Heckings rückkehr wird zur farce

Dieter Hecking wollte den Befreiungsschlag, bekam aber einen K.o. Nur 21 Punkte nach 27 Spieltagen – das ist keine Krise mehr, das ist die vorletzte Station Richtung Zweite Liga. Die Nordkurve versuchte noch, mit Transparenten Stimmung zu machen („Nur für unseren Verein“), doch die Wirkung war verpufft. Die Mannschaft wirkte wie gelähnt, die Pässe zu ungenau, die Läufe zu spät. Mohamed Amoura vergab die beste Chance der zweiten Halbzeit (60.), Justin Njinmah schlug eiskalt zurück. Die 68. Minute wird in Wolfsburg als Stunde der Wahrheit in Erinnerung bleiben.

Kamil Grabara hielt seine Farben mit zwei Paraden in Serie (12.) noch im Spiel, doch am Ende stand er allein. Die Bremer hatten nur eine echte Torchance – und trafen. Die Statistik, die zählt: Werder springt auf 28 Punkte, Wolfsburg bleibt bei 21. Die Differenz ist ein Abgrund.

Strafen statt sieg – das spiel neben dem rasen

Strafen statt sieg – das spiel neben dem rasen

Die Polizei Wolfsburg bestätigte mehrere Festnahmen nach Übergriffen von Werder-Fans auf Ordner. Die Fanhilfe Bremen konterte mit Vorwürfen „massiver Übergriffe“ durch Beamte. Die Bilder leerer Gästeblocks im Stadion sprachen eine deutlichere Sprache als jede Pressemitteilung. Während drinnen der VfL abstürzte, tobte draußen ein Kleinkrieg, der die ohnehin angespannte Atmosphäre weiter anheizte.

Jetzt bleiben Hecking nur noch sieben Spiele, um das Unvermeidbare zu verhindern. Die Terminliste liest sich wie ein Krimi: Bayern, Leipzig, Leverkusen. Die Rechnung ist einfach: Wer so wenig Torgefahr entwickelt wie in den letzten zehn Partien, muss nicht über Schicksal jammern, sondern über mangelnde Effizienz. Mit 19 Toren in 27 Spielen ist Wolfsburg das schwächste Offensivteam der Liga – ein Wert, der sich selbst in der 2. Bundesliga kaum halten ließe.

Der Abstieg ist kein Gespenst mehr, er ist längst im Volkswagen-Konzern eingecheckt. Und wenn sich nichts ändert, wird die Relegation nur die letzte Etappe vor dem freien Fall. Am 34. Spieltag könnte der VfL nicht nur seine Premier-League-Träume begraben, sondern auch seine Erstliga-Zugehörigkeit.