Wolfsburg: schwegler plant zweigleisig – kaderumbruch droht!

Die Lage im Wolfsburger Fußball ist ernst. Nach dem blamablen 3:6 gegen Bayer Leverkusen steht der VfL Wolfsburg kurz vor dem Abgrund der 2. Bundesliga. Sportdirektor Pirmin Schwegler steht vor einer Mammutaufgabe: Er muss gleichzeitig die rettende Mission in der Rückrunde leiten und den Kader für die nächste Saison neu aufbauen – unabhängig davon, ob der Abstieg vermieden werden kann.

Zukunftssicherung vor dem chaos: schweglers neue strategie

Zukunftssicherung vor dem chaos: schweglers neue strategie

Während die Fans in der Autostadt bangen, arbeitet Schwegler fieberhaft an der Zukunft. Er führt intensive Gespräche mit zahlreichen Spielern, die sich, so heißt es, auch in der 2. Liga für Wolfsburg begeistern lassen würden. Ein klares Signal an die Mannschaft und ein Zeichen dafür, dass der Sportdirektor bereits jetzt die Weichen für eine mögliche Zukunft in der unteren Liga stellt.

Der Umbruch im Sommer ist ohnehin unausweichlich, und Schwegler setzt dabei auf Teamwork und frische Kräfte. Neben dem Scouting-Leiter Manuel Lemke, dessen Abteilung intern hoch angesehen ist, hat der Sportdirektor nun auch externe Unterstützung geholt: Maximilian Englert, Head of Live Scouting von RB Leipzig, wird künftig als Kaderplaner und Head of Recruiting beim VfL tätig sein. Die gemeinsame Vergangenheit bei den Scouts des FC Bayern verleiht dieser Verpflichtung eine besondere Note.

Doch die Suche nach einem neuen Geschäftsführer verdunkelt das Bild. Im Rennen sind namhafte Kandidaten wie Marcel Schäfer (RB Leipzig) und Fabian Wohlgemuth (Stuttgart), deren Verpflichtung angesichts der finanziellen Situation und der möglichen Abstiegskrise äußerst unwahrscheinlich erscheint. Alexander Rosen, mit dem Schwegler bereits in Hoffenheim zusammenarbeitete, wird ebenfalls gehandelt, aber auch hier bleiben Zweifel bestehen.

Die Frage, wie viel Erfahrung der VfL auf dem Chefposten benötigt, ist ebenso wichtig wie die Frage nach dem Alter des neuen Sportvorstands. Schwegler selbst ist erst 39 Jahre alt und steht nun vor seiner ersten großen Herausforderung, einen eigenen Kader zu formen. Jonas Boldt, der bereits Erfahrungen bei Bayer Leverkusen und dem HSV sammeln konnte, könnte eine interessante Option sein.

Die dramatische Lage in der Gegenwart wirft einen langen Schatten auf die Zukunftspläne des VfL Wolfsburg. Ob Schwegler es schafft, die Mannschaft in der Rückrunde noch zu stabilisieren und den Abstieg zu verhindern, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft des Vereins.