Wolfsburg: relegation-gefahr wächst – hecking bleibt optimistisch
Freiburg. Ein Punkt, der so bitter schmeckt. Der VfL Wolfsburg verließ am Sonntagabend das Schwarzwald-Stadion mit einem 1:1-Unentschieden gegen den SC Freiburg, das die Sorgenfalten im Lager der Wölfe deutlich machte. Während ein Sieg die Hoffnung auf eine direkte Rettung genährt hätte, ließ der Punkt lediglich erkennen: Der Kampf um die Liga wird eng, sehr eng.

Wimmers ehrliche einschätzung: „wir wissen, was vor der brust steht“
Patrick Wimmer, der Österreicher im Wolfsburger Sturm, nahm nach dem Spiel kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen zufrieden sein, denn wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, räumte er ein, betonte aber auch: „Mehr reicht bei sechs Punkten Abstand wohl eher nicht.“ Die Realität ist klar: Selbst bei einer erwartbaren Niederlage gegen den FC Bayern München in einer Woche, bliebe die Chance zur Rettung im direkten Duell mit dem FC St. Pauli bestehen. Doch die Aufgabe ist Herculean.
Dieter Hecking, der sein 450. Bundesliga-Spiel als Trainer absolvierte, zeigte sich dennoch zuversichtlich. „Wir haben jetzt drei Spiele nicht verloren. Man merkt, dass die Dinge, die wir vorantreiben wollen, immer besser greifen“, so der Coach. Die Mannschaft hat sich stabilisiert, aber die Konkurrenz schläft nicht. Heidenheim, St. Pauli und Wolfsburg – der Kampf um den Klassenerhalt wird bis zum letzten Spieltag ein nervenaufreibender Drahtseilakt.
Was jedoch wirklich ärgerte? Die Unaufmerksamkeit in der Defensive. Philipp Lienharts Kopfballtor für Freiburg war das Ergebnis einer „kleinen Unstimmigkeit“ zwischen Belocian und Vavro. „Wir müssen noch aggressiver außen raustreten“, forderte Hecking, der die Leistung seiner Mannschaft insgesamt positiv bewertete. „Wenn man auf die 90 Minuten blickt, wäre mehr drin gewesen.“
Die Tabelle lügt nicht: Wolfsburg steht zwar vor St. Pauli, doch der Abstand ist gering. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Die Begegnung gegen die Bayern wird ein Test für den Charakter, das Duell mit St. Pauli eine Endabrechnung. Die Fans der Wölfe dürfen hoffen, dass ihre Mannschaft die Kurve bekommt und sich doch noch den Verbleib in der Bundesliga sichert.
