Wolfsburg am abgrund: svanberg verpasst ausgleich knapp!
Die Stimmung im Volkswagenstadion war kaum zu übertreffen – oder doch nicht? Denn nach dem 0:1 gegen Bayern München lastet nun ein düsteres Damoklesschwert über Wolfsburg: Der Abstieg droht. Mattias Svanberg, der schwedische Mittelfeldspieler, muss sich heute Abend noch mit einer vergebenen Riesenchance herumschlagen, die das Spiel hätte wenden können.

Die verlorene chance und die bittere erkenntnis
Die verlorene Chance von Svanberg, kurz vor Spielschluss (89. Minute), war mehr als nur ein verfehlter Torschuss. Es war die Verkörperung der Wolfsburger Misere in dieser Saison. Freistehend vor Bayern-Keeper Jonas Urbig setzte der Schwede den Ball nur an den Pfosten. „Ich muss das Tor machen – genau wie im Training. Ich habe den Ball gut getroffen und dann war es marginal“, erklärte Svanberg nach dem Spiel, während die Enttäuschung in seinen Augen deutlich lesbar war. Der Pfiff des Schiedsrichters signalisierte das Ende und mit ihm die Erkenntnis: Ein Punkt blieb Wolfsburg erneut verwehrt.
Michael Olises Treffer in der 56. Minute war somit das einzige Tor einer hart umkämpften Partie, die trotz des Ergebnisses Hoffnung flüsterte. Denn auch wenn die Punkte auf dem Konto fehlen, so zeigte die Mannschaft doch, dass sie zu solchen Leistungen fähig ist. Trainer Dieter Hecking betonte nach dem Spiel: „Für das Gefühl war es trotzdem ein gutes Spiel. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie zu solchen Leistungen fähig ist. Das nehmen wir mit.“
Doch die Realität ist unerbittlich: Am kommenden Samstag (15:30 Uhr/Sky) steht das alles entscheidende Duell beim direkten Konkurrenten FC St. Pauli an. Ein Spiel, das alles andere als ein freundliches Kräftemessen wird. Es geht um Ruhm oder Schande, um die Klasse oder den Gang in die Zweite Bundesliga. Die Wolfsburger müssen nun all ihre Kraft und ihren Willen bündeln, um diesen Kampf zu gewinnen.
Die Fans, die nach dem Schlusspfiff enttäuscht, aber nicht mutlos das Stadion verließen, wissen es nur zu gut: Es ist noch nicht vorbei. Denn wie Svanberg selbst sagte: „Dann treffe ich eben nächste Woche.“ Eine Aussage, die mehr als nur Hoffnung ausdrückt – sie ist ein Versprechen.
