Wolfsburg am abgrund: kann hecking union bezwingen?
Die Luft in Wolfsburg wird dünner. Im Abstiegskampf der Bundesliga gegen Union Berlin steht der VfL am Samstag vor einer existenziellen Prüfung. Trainer Dieter Hecking mahnt Respekt ein, aber die Realität ist brutal: Nur ein Sieg zählt, um den Klassenerhalt nicht endgültig aus der Hand zu geben.
Hecking lobt eta – doch die punkte fehlen
„Ich kenne Marie-Louise Eta persönlich und schätze sie als äußerst kompetent ein“, betonte Hecking im Vorfeld des Spiels. Die ehemalige Turbine Potsdam-Chefin steht vor ihrem Bundesliga-Debüt als erste Trainerin im Männerbereich. Doch während Eta am Samstag Geschichte schreiben will, lastet auf Hecking der Druck, dringend benötigte Punkte einzufahren. „Wir haben noch eine Chance, aber wir dürfen uns nicht nach links und rechts umsehen. Wir brauchen den Sieg. Ohne den Sieg sind es nur noch leere Versprechungen.“
Die Wolfsburger haben bereits vier Zähler Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz. Die Erinnerungen an die knappen Klassenerhalte von 2017 und 2018, die über den Umweg Relegation erreicht wurden, sind verblasst. „Unser realistisches Ziel ist Platz 16, aber dafür müssen wir anfangen, Punkte zu sammeln. Die Zeit drängt, denn irgendwann ist die Saison vorbei.“
Besorgniserregend ist auch der Vorfall, dass Eta in den letzten Tagen mit sexistischen Anfeindungen konfrontiert wurde. Hecking zeigte sich unmissverständlich: „Wenn Union Berlin der Meinung ist, dass sie die fachliche und menschliche Kompetenz besitzt, um das Team zu führen, dann ist alles gesagt. Und diejenigen, die sich im Internet oder auf Social Media auslassen – ihr IQ ist gleich null.“

Arnold vor meilenstein – verletzungen bremsen
Ein besonderer Moment könnte am Wochenende für Kapitän Maximilian Arnold stehen: Sein 400. Bundesliga-Spiel für den VfL Wolfsburg. „Das ist außergewöhnlich, dass er diese Spiele für einen Verein absolviert. Da kann man nur den Hut davor ziehen“, lobte Hecking. Allerdings muss auch Arnold mit kleineren Verletzungen vorsichtig sein, so dass sein Einsatz noch ungewiss ist. Die Frage ist, ob er die nötige Frische aufbringt, um das Mittelfeld gegen die eisernen Unioner zu stabilisieren.
Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Wolfsburg muss sich jetzt zusammenreißen, denn die Chance auf den Klassenverbleib schwindet mit jedem verlorenen Punkt. Der Druck ist enorm, und die Fans bangen um das Überleben ihres Vereins. Ein Sieg gegen Union Berlin ist nicht nur ein Sieg, sondern eine Atemschwung im Kampf gegen die Kälte des Abstiegs.
