Hormonelle verhütung: kinderwunsch nach absetzen? experten klären auf!

Die Frage beschäftigt viele Frauen: Beeinträchtigt die hormonelle Verhütung langfristig die Fruchtbarkeit? Während Unsicherheiten bestehen, gibt es nun klare Aussagen von Experten, die Licht ins Dunkel bringen. Natalben und andere Spezialisten räumen mit weitverbreiteten Ängsten auf.

Wie hormonelle verhütung funktioniert – und warum sorgen entstehen

Wie hormonelle verhütung funktioniert – und warum sorgen entstehen

Pillen, Pflaster, Ringe und Injektionen – die Vielfalt der hormonellen Verhütungsmethoden ist groß. Sie alle wirken im Kern ähnlich: Sie unterbinden den Eisprung. Die Kombination aus Östrogen und Gestagen setzt den natürlichen Zyklus aus und sorgt so für eine hohe Verhütungssicherheit, die sich bei korrekter Anwendung fast 100% bemisst. Doch genau dieser Mechanismus, die jahrelange Unterdrückung des Eisprungs, nährte die Befürchtung, dass die Fruchtbarkeit auch nach Absetzen der Pille beeinträchtigt sein könnte.

Ein wichtiges Detail: Während der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel wird der Zyklus künstlich gesteuert. Viele Frauen befürchten daher, dass sich die Fruchtbarkeit nach Absetzen nicht wieder vollständig erholt. Diese Angst ist jedoch unbegründet, wie Studien zeigen.

Neben der Sorge um die Fruchtbarkeit können hormonelle Verhütungsmittel auch Nebenwirkungen haben. Übelkeit, Gewichtsschwankungen, Veränderungen des Cholesterinspiegels oder Kopfschmerzen sind bekannte Begleiterscheinungen. Bei Frauen mit einer Neigung zu Blutgerinnseln ist besondere Vorsicht geboten und eine ärztliche Überwachung unerlässlich. Ein weiterer Punkt, der viele Frauen beschäftigt, ist das Ausbleiben der Menstruation nach Absetzen der Pille. In etwa einem Prozent der Fälle kann es zu einer vorübergehenden Amenorrhoe kommen, einer Ausbleibung der Regelblutung über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Dies wird als normal angesehen und ist in der Regel auf den Nachhall der Eisprunghemmung zurückzuführen. Wichtig: Auch in diesen Fällen kehrt die Fruchtbarkeit nach Wiederaufnahme des Zyklus in der Regel ohne Einschränkungen zurück.

Die Fakten sprechen für sich: Eine Studie, durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), ergab, dass Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel über einen längeren Zeitraum eingenommen haben, nach Absetzen der Pille keine signifikanten Schwierigkeiten bei der Empfängnis haben. Der Körper gleicht sich in der Regel innerhalb weniger Monate wieder ein.

Klar ist: Eine individuelle Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin ist immer ratsam, um Risiken und Nebenwirkungen abzuwägen und die für jede Frau passende Verhütungsmethode zu finden.

Die Angst vor dauerhaften Fruchtbarkeitsproblemen nach der hormonellen Verhütung ist also weitestgehend unbegründet. Die Zahl der Schwangerschaften nach Absetzen der Pille ist ein deutliches Zeichen: Die Natur kennt ihre eigenen Wege.