Fünf Kollegen, von denen Sie sich im Job distanzieren sollten
Arbeitsbeziehungen können sowohl das Wohlbefinden als auch die berufliche Entwicklung beeinflussen. Verhalten bestimmter Kollegen kann Konflikte verursachen, Stress erhöhen oder den Ruf innerhalb des Unternehmens schädigen, unabhängig von Arbeitslast oder Führungsstil. Dies erklärt Rafa Alonso, Experte für Arbeitswohlbefinden und Content-Ersteller der Instagram-Seite @rafabienestarlaboral, der fünf Persönlichkeitstypen identifiziert, von denen es ratsam ist, eine gewisse Distanz zu wahren.
Die fünf Persönlichkeitstypen, die Sie meiden sollten
Rafa Alonso argumentiert, dass Arbeitsausbrüchen nicht immer von Vorgesetzten oder Arbeitsdruck herrühren. Oftmals können auch das Umfeld und die Menschen, mit denen man täglich zusammenarbeitet, eine Quelle von Anspannung und Unbehagen darstellen.
Ein Profil, das Alonso identifiziert, ist der ständige Kritiker. Obwohl er sich möglicherweise nur Luft machen möchte, erinnert Alonso daran, dass jemand, der regelmäßig über Kollegen redet, wenn diese nicht anwesend sind, wahrscheinlich genauso mit jedem Teammitglied umgeht. Dieses Verhalten verschlechtert nicht nur das Arbeitsklima, sondern kann auch Misstrauen unter den Mitarbeitern erzeugen.
Ein weiterer Typ ist der, der Verantwortlichkeiten vermeidet. Diese Personen halten sich in der Nähe, wenn alles gut läuft, verschwinden aber, wenn Probleme auftreten oder wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. Laut dem Experten kann dieses Verhalten diejenigen schädigen, die sich tatsächlich verpflichten und Verantwortung innerhalb des Teams übernehmen.
Alonso erwähnt auch diejenigen, die die Arbeit in einen ständigen Wettbewerb verwandeln. Anstatt gemeinsame Ziele zu verfolgen, versuchen sie, sich von anderen abzuheben, minimieren die Beiträge anderer Kollegen oder versuchen ständig zu demonstrieren, dass sie mehr Wissen oder Erfahrung besitzen.
Er fügt auch den sogenannten „Informationssammler“ hinzu, diesen Kollegen, der vermeintlich Interesse an persönlichen Dingen, Meinungen über den Chef oder Beziehungen innerhalb des Teams zeigt. Obwohl seine Fragen harmlos erscheinen mögen, warnt Alonso davor, dass diese Informationen in manchen Fällen später zu ihrem Vorteil verwendet werden könnten.
Schließlich warnt er vor denen, die immer einen Schuldigen suchen, wenn etwas schief geht, während sie sich nicht scheuen, sich die Anerkennung zuschreiben, wenn die Ergebnisse positiv sind. Diese Verhaltensweisen können interne Konflikte verursachen und dazu führen, dass andere Mitarbeiter Verantwortlichkeiten übernehmen, die ihnen nicht zustehen.

Ratschläge eines Experten
Angesichts dieser Situationen empfiehlt Alonso, mit Vorsicht zu handeln und bestimmte Grenzen zu setzen. Eine seiner Hauptempfehlungen ist, weniger über das Privatleben zu sprechen, als es im Büro üblich ist, da man nie weiß, wie weit diese Informationen reichen oder mit welcher Absicht sie verwendet werden könnten.
Er rät auch, wichtige Entscheidungen schriftlich festzuhalten, insbesondere wenn Vereinbarungen, Aufgabenverteilung oder Verantwortlichkeiten involviert sind. So kann man bei späteren Meinungsverschiedenheiten leichter klären, was entschieden wurde und wer an jedem Schritt des Prozesses beteiligt war.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, Verhaltensmuster zu beobachten und sich nicht nur auf isolierte Gesten zu verlassen. Wiederholte Einstellungen über die Zeit geben ein viel zuverlässigeres Bild davon, wie eine Person innerhalb der Organisation handelt, als ein einzelnes Ereignis.
Schließlich ermutigt der Experte dazu, sich von Kollegen umgeben zu lassen, die aufrichtig und konstant zusammenarbeiten, und nicht nur, wenn dies ihnen einen persönlichen Vorteil bringt.
