Burnout im job: vier warnsignale, die sie nicht ignorieren sollten
Die Arbeitswelt fordert immer mehr von uns, und die Folgen können verheerend sein. Andrea Franco, renommierte Arbeitsmarkt-Coach, warnt in einem viralen TikTok-Video vor subtilen Anzeichen, die auf einen drohenden Burnout hindeuten. Es geht nicht um Überlastung im klassischen Sinne, sondern um unterschwellige Dynamiken, die unsere psychische Gesundheit nachhaltig schädigen.
Die falle der ständigen kritik
Franco beginnt mit der Beobachtung, dass manche Arbeitsumgebungen von einem nie endenden Kreislauf der Kritik geprägt sind. „Sie erfüllen, liefern ab, geben mehr, als gefordert, und trotzdem gibt es immer etwas zu verbessern, etwas, das fehlt“, so die Expertin. Es ist ein Teufelskreis, in dem positive Leistungen ignoriert und ausschließlich Fehler hervorgehoben werden. Dieses ständige Gefühl der Unzulänglichkeit zehrt an den eigenen Ressourcen und führt zu einem tiefen Gefühl der Enttäuschung.
Doch das Problem liegt nicht allein in der Kritik selbst, sondern in der fehlenden Anerkennung. Franco erklärt, dass es nicht um materielle Belohnungen oder öffentliche Lobpreisungen geht, sondern um die einfache Bestätigung, dass die eigene Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. „Arbeiten im Vakuum ist zermürbend“, betont sie. Das Gefühl, für niemanden etwas zu bewirken, lässt die Motivation schnell schwinden.

Dauerhafter notfall als normalzustand
Ein weiteres Warnsignal ist das Gefühl, ständig im Notfallmodus zu agieren. Alles hat „gestern“ erledigt werden müssen, und Prioritäten verschwimmen. Franco mahnt: „Wenn alles dringend ist, dann ist nichts wirklich wichtig.“ Eine permanente Hektik ist kein Zeichen von Effizienz, sondern ein Ausdruck von chronischem Stress und Überlastung.
Schließlich warnt Franco vor Umgebungen, in denen das Äußern von Meinungen negative Konsequenzen hat. Wer versucht, Probleme anzusprechen oder Verbesserungsvorschläge zu machen, wird schnell zum „Problemfall“ abgestempelt. Und selbst das Schweigen, um den Job zu behalten, hat seinen Preis – ein Gefühl der Ohnmacht und Frustration.
Franco fasst ihre Beobachtungen treffend zusammen: „Oftmals liegt das Problem nicht bei Ihnen, sondern im Umfeld.“ Es ist ein Appell, die eigenen Grenzen zu kennen und sich nicht von toxischen Arbeitsbedingungen untergraben zu lassen. Es geht darum, die Selbstachtung zu bewahren und sich nicht für einen Job zu verbiegen, der die eigene Gesundheit gefährdet.
Die Zahl der Burnout-Fälle steigt kontinuierlich an – eine erschreckende Statistik, die uns alle angeht. Es ist an der Zeit, die Signale zu erkennen und aktiv gegenzusteuern. Denn die eigene Gesundheit sollte niemals unter die Räder geraten.
