Wöber träumt von wm: realistische chance für werder-verteidiger?

Maximilian Wöber, ausgeliehen von Leeds United, klammert sich an den Traum von der WM. Nach monatelangem Ausfall und einem holprigen Comeback steht die Frage im Raum: Kann der Österreicher noch eine Rolle für die deutsche Nationalmannschaft spielen? Sein jüngstes Auftreten im Nordderby wirft neue Fragen auf.

Ein steiniger weg zurück in die startelf

Für Wöber war das Derby gegen Bremen ein kleiner Lichtblick. 45 Minuten in der Regionalligamannschaft – ein Schritt auf dem langen Weg zurück nach seiner Oberschenkelverletzung. Bereits vor Weihnachten hatte er in Augsburg vorsichtig sein Comeback angedeutet, gefolgt von einem Testspiel in St. Pauli. Doch ein Faserriss in der Wade warf ihn erneut zurück. Es war kein einfacher Weg, wie er selbst im Podcast 1x1Sport#Fussballtrainer gestand: „Es sind viele Dinge in der Reha nicht optimal gelaufen.“

Defensive stabilität und thiounes entscheidung

Defensive stabilität und thiounes entscheidung

Werder Bremen präsentiert sich unter Daniel Thioune defensiv überraschend stabil. Nur der FC Bayern ließ in der Bundesliga weniger Torschüsse zu – ein Beweis für die verbesserte Organisation. Die Anzahl der Gegentore sank deutlich, und auch die gegnerischen Chancen wurden reduziert. Doch die Zunahme an Toren aus Standardsituationen deutet an, dass das Team zwar sicherer steht, aber in dieser Hinsicht noch Verbesserungspotenzial besteht.

Angesichts der prekären Tabellensituation ist Thioune jedoch zurückhaltend mit Experimenten. Die Rückkehr von Kapitän Marco Friedl in die Innenverteidigung gibt ihm nun freie Wahl. Wöber, als ausgeliehener Spieler, hat einen anderen Status im Kader als Stammkräfte. Thioune erklärte den Regionalligaeinsatz mit der Notwendigkeit, „dass er halt diese Minuten braucht, um in seinen eigenen Rhythmus zu kommen.“

Rangnicks blick und wöbers fitness

Rangnicks blick und wöbers fitness

Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick hatte Wöber bereits für die jüngste Länderspielperiode eingeladen – ein Zeichen, dass die Tür noch nicht ganz verschlossen ist. „Er war, wenn er gesund war, immer ein fixer Teil der Mannschaft“, betonte Rangnick Ende März. Doch der Trainer machte auch deutlich, dass er „keine Wildcards verteilen“ werde. Wöbers Fitnesszustand bleibt somit entscheidend. Er benötigt Spielpraxis in Bremen, doch auf der Position des Linksverteidigers hat sich Olivier Deman fest etabliert.

Die kommenden vier Bundesligapartien werden zeigen, ob Wöber noch einmal die Chance erhält, sich zu beweisen. Sein Traum von der WM hängt davon ab – und von der Bereitschaft von Trainer Thioune, ein Risiko einzugehen. Die Entscheidung liegt auf dem Tisch.