Wm-überraschung: kongo könnte die k.o.-runden-paarungen neu ordnen!

Miami, USA – Wer hätte das gedacht? Während die Fußballwelt sich auf die letzten Gruppenspiele konzentriert, könnte die Demokratische Republik Kongo plötzlich zum überraschenden Schlüsselfaktor bei der Auslosung der K.O.-Runde der WM werden. Ein Sieg gegen Usbekistan könnte die Konstellationen derart verändern, dass selbst Top-Favoriten nervös werden.

Die komplizierte mathematik der gruppendritten

Die komplizierte mathematik der gruppendritten

Es ist komplizierter als es scheint: Neben den Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich auch die acht besten Gruppendritten für die K.O.-Runde. Doch wer genau zu wem kommt, hängt von den Ergebnissen der Vorrunden ab und wird nach einem festgelegten Schema ermittelt. Die Verteilung der Gruppendritten im Tableau ist alles andere als trivial – und birgt Überraschungen.

Bereits fünf Gruppendritte sind sicher: Schweden, Ecuador, Bosnien, Paraguay und Senegal. Doch die Lage könnte sich dramatisch ändern, wenn Algerien, Kroatien und – eben – die Demokratische Republik Kongo ihre Spiele gewinnen. Die Fantasie der Fußballfans sprießt: Englische Fans bleiben bis 2:30 Uhr wach, um für ein unwahrscheinliches Szenario zu hoffen, in dem die DR Kongo Usbekistan schlägt und England so von einem Duell gegen Senegal bewahrt wird. Ein Szenario, das für einige Nationen weitaus komfortabler wäre.

Angenommen, sowohl Österreich als auch Kroatien gewinnen ihre Spiele, aber die DR Kongo gegen Usbekistan scheitert, dann würde der Iran in die K.O.-Runde einziehen und die Paarungen gehörig durcheinanderbringen. England würde dann nicht gegen Senegal, sondern gegen die DR Kongo spielen müssen. Die Schweiz bekäme es mit dem Iran zu tun, anstelle Algeriens. Und Belgien würde Algerien statt Senegal gegenüberstehen. Ein Wechsel, der die Nerven der englischen und belgischen Fans strapazieren könnte, da Senegal als deutlich gefährlicherer Gegner gilt.

Doch es gibt noch eine weitere Variable: Kroatien. Die Mannschaft um Luka Modrić hat bislang nicht überzeugen können. Wenn Modric gegen Ghana nicht zumindest einen Punkt holt, würde die Gruppe L keine dritte Mannschaft in die K.O.-Runde schicken, was die Paarungen noch weiter verändern würde. In diesem Fall würde die Schweiz auf den Iran treffen, Belgien auf Algerien und der Senegal würde sich mit dem Gruppensieger aus Kolumbien und Portugal auseinandersetzen. Ein regelrechtes Kopfkino!

Aber keine Sorge: Ab morgen beginnt das K.O.-System. Entweder gewinnt man oder geht man nach Hause. Einfacher geht es nicht.