Wm-sorgen des dfb: unsicherheit in mexiko und usa überschatten vorfreude
Angst vor der wm in mexiko: rettig äußert bedenken
Andreas Rettig, der Geschäftsführer des DFB, zeigt sich angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Mexiko wenig euphorisch vor der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. Auf die Frage, ob er sich auf das Turnier freue, antwortete Rettig in der Augsburger Allgemeinen ehrlich: „Aktuell nicht.“ Die zunehmende Gewalt, ausgelöst durch die Tötung des Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes durch das Militär, bereitet ihm große Sorgen.

Eskalation der gewalt in mexiko
Nach der Tötung des
Kartellbosses kam es in 20 von 32 mexikanischen Bundesstaaten zu Ausschreitungen. Schulen und Gerichte blieben zeitweise geschlossen. Rettig äußerte seine Hoffnung auf eine schnelle Deeskalation der kriegsähnlichen Zustände und betonte seine Solidarität mit der mexikanischen Bevölkerung. Die Sicherheit der Spieler und Fans hat oberste Priorität, betonte der DFB-Chef.
Auch in den usa drohen probleme
Neben den Problemen in Mexiko belasten auch die Wetterbedingungen in den USA Rettig. Insbesondere die verheerenden Schneestürme an der US-Ostküste werfen Fragen hinsichtlich der reibungslosen Durchführung der Spiele auf. „Unter diesem Eindruck bleibt aktuell wenig Platz für WM-Vorfreude – mehr die Hoffnung, dass sich dort für alle baldmöglichst wieder Normalität einstellt“, so Rettig.
Umgang mit politischer einflussnahme
Die Situation erinnert Rettig an die Diskussionen rund um die WM in Katar, die er seinerzeit kritisch begleitet hatte. Er mahnte, dass man solche Diskussionen nicht in die Kabine tragen dürfe. „Das Thema darf uns keine Kraft und Energie kosten“, erklärte er. Der DFB will sich nicht von politischen Auseinandersetzungen ablenken lassen.
Meinungsfreiheit der nationalspieler
Rettig betonte, dass jeder Spieler das Recht habe, seine eigene Meinung zu äußern, aber er erwarte auch, dass die Mannschaft geschlossen auftritt. Joshua Kimmich, der Kapitän der Nationalmannschaft, wurde bereits zu diesem Thema befragt. „Wer sich äußern will, macht das; wer nicht, auch ok“, so Rettig. Es gebe nicht die eine Meinung innerhalb des Teams.
Dfb fokussiert auf sportlichen erfolg
Trotz der zahlreichen Herausforderungen möchte sich der DFB primär auf den sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft konzentrieren. Rettig und sein Team arbeiten intensiv daran, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Spieler zu schaffen, damit sie sich voll und ganz auf das Turnier vorbereiten können. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mannschaft stehen dabei an erster Stelle.
Ausblick und hoffnung
Die WM im Sommer verspricht trotz aller Schwierigkeiten ein spannendes Turnier zu werden. Der DFB hofft, dass sich die Situation sowohl in Mexiko als auch in den USA beruhigt und dass die Spieler unter optimalen Bedingungen spielen können. Die Vorfreude auf das sportliche Ereignis soll nicht von den negativen Schlagzeilen überschattet werden.
