Wm-schock für oranje: marokko schlägt im elfmeterschießen zurück!
Die Traumreise der niederländischen Nationalmannschaft bei der WM ist abrupt beendet worden. Nach 120 torreichen Minuten und einem dramatischen Elfmeterschießen musste sich das Team von Ronald Koeman dem Überraschungsteam Marokko mit 2:3 geschlagen geben. Ein bitterer Rückschlag für die Elftal, die erneut im Penaltyschießen scheitert und damit ihre Hoffnungen auf den ersten WM-Triumph begräbt.
Gakpos jubel, diops ausgleich: ein spiel voller emotionen
Die Partie war geprägt von einem erbitterten Kampf um jeden Zentimeter auf dem Rasen. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf brachte der junge Cody Gakpo die Niederlande in der 72. Minute durch einen präzisen Schuss in Führung, ein Moment reiner Ekstase für die Fans im Stadion und vor den Bildschirmen. Doch die Freude währte nur kurz. Issa Diop gelang es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, für Marokko per Kopf den Ausgleich zu erzielen und das Spiel in die Verlängerung zu schicken.
Die Verlängerung brachte keine Entscheidung, sodass das Schicksal der Teams im Elfmeterschießen besiegelt werden musste. Dort bewies Marokko die größere Nervenstärke. Ismael Saibari, der künftige Münchner, verwandelte den entscheidenden Elfmeter, während zuvor bereits zwei niederländische Spieler ihre Versuche am Tor vorbeischossen. Ein herber Schlag für die Oranje-Fans, die mit einer starken Leistung ihrer Mannschaft gerechnet hatten.

Die schattenseiten des elfmeterschießens: vier niederlanden-pleiten
Die Niederländer müssen sich erneut dem Fluch des Elfmeterschießens beugen. Bereits 1998, 2014 und 2022 hatten sie in dieser Art und Weise den Traum vom WM-Titel platzen lassen. Ein frustrierendes Muster, das die Verantwortlichen und Fans gleichermaßen zu denken gibt.
Doch es gab auch Momente der Menschlichkeit. Gakpo, der kurz vor dem Spiel den Verlust seines Sohnes verkünden musste, entschied sich trotz des persönlichen Schicksalsschlags, für sein Team zu kämpfen. Ein Zeichen von Stärke und Loyalität, das alle berührte. „Die WM ist für uns vorbei. Das tut weh.“, so Rechtsverteidiger Denzel Dumfries nach dem Spiel, seine Stimme voller Enttäuschung.
Auch die marokkanische Mannschaft hatte ihre eigene Geschichte zu erzählen. Drei Spieler – Noussair Mazraoui, Anass Salah-Eddine und Sofyan Amrabat – wurden in den Niederlanden geboren und spielten teilweise sogar für die niederländische Jugendnationalmannschaft. Ein besonderes Duell, das von Respekt und gegenseitigem Verständnis geprägt war.
Die nächste Herausforderung für Marokko wartet bereits am kommenden Samstag in Houston, wo sie im Viertelfinale auf den Co-Gastgeber Kanada treffen. Dort wollen sie ihre Märchenreise fortsetzen und die Welt überraschen. Für die Niederlande hingegen heißt es, die Enttäuschung zu verdauen und sich auf die Zukunft zu konzentrieren.
Die Niederlage ist ein Rückschlag, aber sie darf nicht die Motivation für die nächste WM-Teilnahme schmälern. Das Team von Ronald Koeman muss analysieren, was schiefgelaufen ist, und aus den Fehlern lernen, um in vier Jahren wieder in Topform zu sein. Die Fans werden weiterhin mitfiebern und ihre Mannschaft unterstützen – und es wird viel Orange im Stadion geben, wie Kapitän Virgil van Dijk versprach.
